Planungen der Sektion Mühldorf laufen seit Anfang des Jahres - Standort noch offen

Alpenverein will Kletterhalle bauen

Seit Generationen im Alpenverein: Walter Pollwein ist seit 70 Jahren Mitglied (Dritter von links), Erich und Hansi Bär, Erich Brunnhuber, Peter Ebner, Lise und Peter Griesser, Waltraud Holzapfel und Dieter Seitz sind seit 50 Jahren dabei. Ihnen gratulierten Vorstand Rehbein (rechts) und Mühldorfs Zweiter Bürgermeister Schwarz (links).
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Seit Generationen im Alpenverein: Walter Pollwein ist seit 70 Jahren Mitglied (Dritter von links), Erich und Hansi Bär, Erich Brunnhuber, Peter Ebner, Lise und Peter Griesser, Waltraud Holzapfel und Dieter Seitz sind seit 50 Jahren dabei. Ihnen gratulierten Vorstand Rehbein (rechts) und Mühldorfs Zweiter Bürgermeister Schwarz (links).

Mühldorf - Der Alpenverein Mühldorf plant den Bau einer Kletterhalle. Das sagte Vorstand Karsten Rehbein während der Jahreshauptversammlung im Turmbräugarten. Seit Anfang des Jahres habe sich eine Projektgruppe von Mitgliedern der Sektion gebildet, die eine Machbarkeitsstudie erstellt. Dazu gehören laut Rehbein die Ermittlung eines geeigneten Standorts, die Finanzierung und die Planung und Ausstattung der Halle.

Jugendreferent Markus Honervogt unterstützte den Bau ausdrücklich. Eine Kletterhalle mache ein breites Angebot für viele Menschen, alle Generationen und Schichten würden eine Kletterhalle nutzen. Vor allem die Kinder- und Jugendarbeit könne davon profitieren, sagte Honervogt. Derzeit müssten Kinder und Jugendliche bis zwischen 30 und 70 Kilometer weit fahren, um ihrem Sport nachgehen zu können.

Nach seinen Angaben nahmen im vergangenen Jahr fast 30 Kinder und Jugendliche regelmäßig am Klettertraining teil, 80 gingen mit den Ehrenamtlichen der Sektion zum Bergsteigen, Rodeln oder Skifahren, betreut von sechs Trainern und Übungsleitern.

Diese Jugendarbeit lobte Zweiter Bürgermeister Paul Schwarz: "Wenn wir so viele Vereine hätten, die eine so gute Jugendarbeit leisten, bräuchten wir kein Jugendzentrum."

Mit mehr als 1800 Mitgliedern zählt die Sektion Mühldorf zu den größten Vereinen im Landkreis, er versammelt viele Menschen auch aus anderen Orten rund um Mühldorf, darunter aus Waldkraiburg und Kraiburg. An den Tourenangeboten nahmen mehr als 880 Aktive teil, vor allem Seniorenwanderungen erfreuten sich auch 2012 großer Beliebtheit.

Bewährt hat sich nach Angaben Rehbeins die Einrichtung der Geschäftsstelle vor knapp zwei Jahren in der Nähe des Mühldorfer Bahnhofs. Sie sei eine Anlaufstelle für Mitglieder und Interssierte geworden, in der vor allem der Verleih von Material gut laufe.

Wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit des Alpenvereins auch für Nichtmitglieder ist, machte Wegewart Sepp Halmbacher klar. Wie alle anderen Sektionen auch betreut Mühldorf Wege in den Bergen. Im Arbeitsgebiet rund um den Heuberg leisteten die Ehrenamtlichen 2012 145 Arbeitsstunden unentgeltlich ab, um Wege zu beschildern und zu markieren oder auszubessern.

Sehr gut angenommen wird das Sektionshaus in Lofer, wie Hüttenwartin Ingrid Unger berichtete. So überstiegen die Einnahmen von 13000 Euro die Ausgaben von 9500 Euro, so dass die Sektion eine Rücklage für mögliche Instandhaltungen bilden kann. Auch der Betrieb des Hauses ist ohne Ehrenamtliche nicht möglich, sagte Unger. "Wir haben 20 Helfer, die sich sehr fleißig um das Haus kümmern." Das umfasst neben dem zweimal jährlich durchgeführten großen Hausputz auch Reparaturen im Haus.

Bei Einnahmen von 31500 Euro im vergangenen Jahr machte Schatzmeister Horst Hammerl Ausgaben von 22400 Euro geltend, so dass ein Überschuss von 9100 Euro bleibt.

hon

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