Lärmgeplagte Anwohner an der A94 - Kreistag Mühldorf wendet sich an die Staatsregierung

Die Klagenüber den Lärm an der A 94 werden lauter, weil die Autobahn ohne Lärmschutzwände dicht an den Anwohnern vorbei führt. Jetzt hat auch der Kreistag einstimmig ein Gutachten und Maßnahmen gefordert. fib/Eß
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Die Klagenüber den Lärm an der A 94 werden lauter, weil die Autobahn ohne Lärmschutzwände dicht an den Anwohnern vorbei führt. Jetzt hat auch der Kreistag einstimmig ein Gutachten und Maßnahmen gefordert. fib/Eß

Nach den Anwohnern und dem Verkehrsausschuss des Landttages hat sich auch der Mühldorfer Kreistag für ein Lärmgutachten entlang der Autobahn A94 ausgesprochen. Darin geht es auch um Tempoplimits.

Mühldorf – Alle Fraktionen im Mühldorfer Kreistag (CSU, SPD, Grüne, UWG, WGW und ÖDP/FDP) haben sich auf eine gemeisame Resolution an die bayerische Staatsregierung geeinigt. Der gemeinsame Beschluss, der im Kreistag einstimmig verabschiedet wurde, lehnt sich an den Antrag der Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber und Ulrike Scharf an.

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In dem Beschluss erklärt sich der Kreistag „solidarisch mit den Landkreisbürgern, die unter einer erheblichen Lärmbelastung durch die neu eröffneten Abschnitt der A 94 leiden.“

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Der Kreistag fordert den Freistaat auf, durch Messungen zu prüfen, ob die vorhandenen Lärmschutzmaßnahmen ausreichend sind und den Vorgaben des Planfeststellungsverfahrens entsprechen. Zudem solle überprüft werden, ob die Qualität des verbauten Fahrbahnbelags den Planungsvorgaben entspricht. „Der Kreistag fordert die Staatsregierung und as Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf, zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen zu veranlassen, die geeignet sind, eine spürbare Lärmentlastung der betroffenen Bevölkerung zu erzielen.“ Als Sofortmaßnahme sei eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzurichten, bis zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen greifen würden.

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Zu der Kreistagssitzung waren zahlreiche Anwohner der betroffenen Gebiete im westlichen Landkreis gekommen.

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