A94: Kaputte Brücke fast fertig

Das Bauwerk,das für Schlagzeilen sorgte: Die Ornautalbrücke überquert den kleinen Bach, auch sie soll rechtzeitig zur Eröffnung fertig werden. tf

Der Schaden ist fast behoben, die Autobahn weiter im Zeitplan: Das Desaster um die Ornautalbrücke wird keine Verzögerung bringen. Das erklärte die Baugesellschaft jetzt.

Mühldorf – Es ist gut ein Jahr her, dass der grobe Baufehler an der Ornautalbrücke bekannt wurde. Beim Vorschub der Brückenelemente für die nördliche Fahrbahn war eine Abweichung von wenigen Millimetern aufgetreten, nach wochenlanger Prüfung stand fest: Die Brücke muss aus statischen Gründen abgerissen werden. Heute ist der Fehler schon fast behoben, sagt Oliver Lauw, Geschäftsführer der Arge Isentalautobahn, die die A 94 zwischen Forstinning und Heldenstein baut und anschließend die komplette Strecke zwischen München und Passau betreuen wird.

Im Taktschiebeverfahren hat die Baugesellschaft wieder auf der westlichen Seite mit dem Neubau begonnen und dabei die fehlerhaften Teile am Ostende einfach rausgeschoben und zurückgebaut. Das Naturschutzgebiet FFH unter der Fahrbahn an der Ostseite der Autobahn sei von dieser Maßnahme wie vorgeschrieben unberührt geblieben, betonte Lauw.

Auf den Kosten für den doppelten Bau und die Entsorgung der defekten Teile bleibt die Arge laut Lauw sitzen. Ob und wie sich das auf die wirtschaftliche Lage der Arge und der in ihr verbundenen Firmen auswirkt, wollte er nicht sagen. „Natürlich tut das weh“, sagt er, der gesamte Bau sei dadurch aber nicht gefährdet; Zahlen nannte er nicht.

Die zweite, südliche Fahrspur ist laut Lauw bereits auf der anderen Talseite angekommen. Ihr Bau hatte im Frühjahr begonnen.

Obwohl derzeit auf weiten Teilen der Trasse Winterruhe herrscht und die Wiederherstellung der Ornautalbrücke zu Verzögerungen geführt hat, liegt die A 94 zwischen Forstinning und Heldenstein laut Lauw im Zeitplan. „Wir bauen, wie wir es uns vorgenommen haben“, sagt er und nennt erneut den 31. Oktober als spätesten Termin für die Fertigstellung.

Jetzt, im Winter, ruhen nach Angaben Lauws die Beton- und Asphaltierarbeiten, er spricht von einen „planmäßigen Stillstand“. An den Brücken werde dagegen weitergebaut. Wenn es Frühjahr wird, beginnen die zahlreichen Restarbeiten. Sie reichen vom Aufbringen einer letzten dünnen Schicht auf die Fahrbahn bis zum Aufbau von Leit- und Betonplanken und der abschließenden Markierung. Zwei Drittel der Strecke werden aus Lärmschutzgründen asphaltiert, ein Drittel der Fahrbahn besteht aus Waschbeton.

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