Kommentar zu Landrat Schneiders Entgleisung bei der A94-Eröffnung: „Entschuldigung fällig“

  • Markus Honervogt
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Altöttings Landrat Erwin Schneider hat bei der eröffnung Demonstranten aufs Übelste beschimpft. Nun sollte er sich entschuldigen, findet unser Autor Markus Honervogt.

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Während der Eröffnung der Autobahn zeigte sich das Spaltungspotenzial der A 94. Während die Geistlichen bei ihrer Segnung und der Bürgermeister von Dorfen eine Überwindung der Gräben herbei sehnten, zeigten Demonstranten, dass die Wunden bei den Gegnern tief sind.

Die Wunden sind nach wie vor tief

Offensichtlich auch bei manchen Befürwortern der Autobahn. Trotzdem gibt es keine Rechtfertigung, so aus der Rolle zu fallen, wie es Altöttings Landrat Erwin Schneider getan hat. Demonstranten als „Arschlöcher“ oder „Menschenverachter“ zu beschimpfen, ist auch in einer harten politischen Auseinandersetzung kein Zeichen von Standfestigkeit und Mut, sondern nur von Unbeherrschtheit und Unvernunft. Den Bemühungen, die zunehmende Brutalität in sozialen Netzwerken einzuschränken, und den Verfall der Kultur in der politischen Diskussion zu verhindern, hat Schneider in seiner Rolle als Landrat einen Bärendienst erwiesen.

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Für seinen Ausfall hat er die Öffentlichkeit gewählt, Dutzende Zeugen waren dabei, auch Fernsehkameras. Jetzt sollte er die Öffentlichkeit nutzen, um sich für seinen Ausfall zu entschuldigen.

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