Corona im Landkreis Mühldorf

Kontakte ermitteln unter Hochdruck: Sieben-Tages-Kurve der Corona-Fälle in Mühldorf steigt schnell

Seit MItte Oktober steigt die Zahl der Neuinfektionen stetig an und treibt auch den Sieben-Tage-Wert in die Höhe. Am Donnerstag lag er erstmals über 200.  Klinger
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Seit MItte Oktober steigt die Zahl der Neuinfektionen stetig an und treibt auch den Sieben-Tage-Wert in die Höhe. Am Donnerstag lag er erstmals über 200. Klinger
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Mit dem Anstieg der Corona-Zahlen im Landkreis Mühldorf steigt auch die Belastung des Teams, das die Kontakte der Infizierten ermitteln muss. Trotz der schwieriger werden Lage auch in den Kliniken, soll das Krankenhaus Mühldorf diesmal kein reines Corona-Haus werden.

Mühldorf – Die Zahlen der Corona-Infizierten im Landkreis steigen stetig an und damit die Belastungen im Krankenhaus und den Nachverfolgungsteams. So liegen derzeit 36 positiv getestete Corona-Patienten im Krankenhaus Mühldorf, dazu kommen fünf Verdachtsfälle. Sie stammen zumeist aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting, wenige kommen von außerhalb. Das teilte Kliniksprecher Mike Schmitzer auf Anfrage mit.

Derzeit wird kein Patient beatmet

Auf die Intensivstation und die Beatmungsbetten hat sich der Anstieg noch nicht ausgewirkt. „Es befindet sich kein positiv getesteter COVID-19-Patient auf Intensiv und es wird kein positiv Getesteter beatmet“, erklärte Schmitzer. „Seit 20. Oktober sind im Inn-Klinikum Mühldorf zwei COVID-19-Patienten verstorben.“ Die Zahlen spiegeln den Stand vom Montag wider.

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Anders als im Frühjahr wird das Krankenhaus Mühldorf in diesem Herbst nicht in eine reine Corona-Klinik umgewandelt, erklärte Schmitzer. Es werde aber weiterhin das Schwerpunkt-Krankenhaus für die Versorgung von Corona-Patienten bleiben, aber auch andere Kranke behandeln.

59 Mitarbeiter im Corona-Team

Unter Hochdruck steht bereits das Corona-Verfolgungsteam im Landratsamt. 59 Menschen arbeiten dort derzeit in zwei Schichten, um Kontaktpersonen von Infizierten zu finden, Erkrankte zu betreuen und Qurantäne-Verfügungen zu prüfen. Wie Karin Huber vom Landratsamt erklärt, sind einige Teilzeit beschäftigt.

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Die hohe Zahl von Mitarbeitern konnte das Landratsamt laut Huber aber nicht alleine aus den Reihen der Mitarbeiter des Gesundheitsamts akquirieren. So kommen 16 Bundeswehrsoldaten und 12 Polizisten zum Einsatz, sechs ehemalige Mitarbeiter von Ministerien und Behörden, sowie sieben Frauen und Männer, die kurzfristig hinzugezogen werden.

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18 Mitarbeiter des Landratsamts, die nicht zum Gesundheitsamt gehören, sind inzwischen ebenfalls im Nachverfolgungsteam unterwegs.

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