700 Jahre Schlacht bei Ampfing

300 Anmeldungen für 30 Sprechrollen: Großer Ansturm auf Ampfinger Freilichtspiel „1322“

Vor den Workshops gab es eine Besichtigung und Besprechung über die Ausführungen der Workshops mit (von links) Thomas Hell, Bürgermeister Josef Grundner, Barbara Drechsl, Katharina Stöger und Regisseur Moritz Katzmair. Stettner
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Vor den Workshops gab es eine Besichtigung und Besprechung über die Ausführungen der Workshops mit (von links) Thomas Hell, Bürgermeister Josef Grundner, Barbara Drechsl, Katharina Stöger und Regisseur Moritz Katzmair. Stettner
  • Rita Stettner
    vonRita Stettner
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700 Jahre nach der „Schlacht bei Ampfing“ bringt die Gemeinde die Geschichte auf eine große Freilichtbühne. Das Freilichtspiel ist als großes Gemeinschaftsprojekt mit den Bürgern geplant. Das Interesse ist riesig, eine der 30 Sprechrollen zu gattern.

Ampfing – Damit hätten die Macher des Freilichtspiels „1322“ Tobias Huber, Moritz Katzmair und Dominikus Huber, nicht gerechnet: Mehr als 300 Anmeldungen gab es für die 30 Sprechrollen, die es im Stück zu besetzen gibt. Durch den überwältigten Ansturm waren diese natürlich sofort ausgebucht. Das Trio richtete dann zusätzlich Workshops ein, damit alle einen Platz bekommen. Mittlerweile ist auch die Anmeldefrist für die Sprechrollen abgelaufen. Diese Woche beginnen die Schauspiel-Workshops zum mittelalterlichen Freilicht-Theater „1322 – Die Schlacht bei Ampfing“ das im Herbst 2022 in Ampfing stattfindet.

Bevor jedoch die Workshops stattfinden konnten, traf sich Bürgermeister Josef Grundner, mit Mitarbeitern der Gemeinde und Regisseur Katzmair zusammen mit seinem Team, um die letzten organisatorischen Details zu besprechen. Geplant ist, dass pro Workshop etwa 25 Teilnehmer eingeteilt sind.

Das eigene Talent entdecken

Ziel des Trios war es, kein klassisches Casting zu machen, in denen man vorher auf kurze Rollen vorbereitet wird und je nach Ausgang abgelehnt, wird. Dazu Katzmair: „Die Workshops entsprechen dem Charakter des ganzen Projekts: Teilnehmer erhalten die Chance, ihr eigenes Talent zu entdecken. Auch wenn man keine Hauptrolle ergattert, hat man Spaß dabei und nimmt was für sich mit. Teil des Stücks kann man auch ohne Rolle sein – ob als Komparse oder hinter der Bühne, wo es noch viele offene Positionen gibt, die wir nun Schritt für Schritt besetzen.“

Bühnen-Schreinermeister Reinhard Eberl hat die SMNA Wand (Speib-Mi-Ned-An Wand) angefertigt – diese verhindert, dass beim Vortragen Tröpfchen fliegen.

Wer beim Freilichtspiel noch mitmachen will, kann sich auf www.schlachtbeiampfing.de registrieren. Dort stehen auch die nächsten Workshoptermine. Es wird strengstens darauf geachtet dass die Corona-Regeln eingehalten werden. „Wir haben Erfahrungen aus ganz Deutschland zusammengetragen, was die Veranstaltung solcher Workshops angeht. Unter anderem eine spezielle SMNA-Wand (Speib-Mi-Ned-An-Wand), die die Vortragenden beim Casting voneinander trennen.“ Dazu hat Bühnen-Schreinermeister Reinhard Eberl extra noch diese Wand gefertigt. So können die Darsteller sich auch anschreien, ohne dass Tröpfchen fliegen.

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Es wird aber nicht nur geredet oder auch geschrien, sondern es fließen auch ein paar Tränen. Wer die Rollen dann übernimmt, das wird wahrscheinlich bis Ende November feststehen. Nach den Workshops wird sich das Regie-Team um Katzmair zurückziehen und die Eindrücke beraten.

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„1322 – Die Schlacht bei Ampfing“ ist ein historisches Freilicht-Schauspiel, das im September 2022 aufgeführt werden soll. Anlass ist die 700-Jahr-Feier der historischen Ritterschlacht sowie die 100-Jahrfeier der Uraufführung des Stücks. Die Bewohner von Ampfing und Umgebung wollen das Projekt gemeinsam und aus eigener Kraft stemmen.

Hintergrund zum Freilichtspiel

Inhaltlich beschäftigt sich das Stück mit der Geschichte der Kindheitsfreunde und späteren Deutschen Könige Ludwig und Friedrich. Gemeinsam aufgewachsen wollte es das Schicksal, dass sie als Erwachsene an der Spitze zweier verfeindeter Herzogtümer standen: Bayern und Österreich. In der entscheidenden Schlacht bei Ampfing standen die Chancen für Ludwig den Bayern denkbar schlecht. Durch eine List konnte er dem Krieg ein Ende setzen und somit den Grundstein für die heutige Freundschaft zwischen Bayern und Österreich legen. stn

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