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„3 Millionen Flüchtlinge bis 2020“

Roland-Berger-Stiftung stellt Studie vor – Zwei Drittel der Zuwanderer sind Muslime. München – Es ist eine der ersten konkreten Prognosen über die Entwicklung der Flüchtlingszahlen in den kommenden Jahren: Nach Einschätzung der Roland-Berger-Stiftung werden bis 2020 rund drei Millionen Flüchtlinge nach Deutschland kommen, die dauerhaft hier bleiben.

Insgesamt werden demnach sogar vier Millionen ankommen, ein Viertel davon wird aber rasch in die Heimatländer zurückkehren. Eingerechnet sind bereits die Familienmitglieder, die anerkannte Flüchtlinge nach Deutschland nachholen dürfen. Die Zahlen sind Teil der Studie „Die Flüchtlingskrise als Chance“, in der die Stiftung auch Handlungsempfehlungen zur Integration der Migranten an Politik und Wirtschaft gibt.

Die Autoren kommen zum Ergebnis, dass 2,5 der vier Millionen Flüchtlinge Muslime sein werden. Das würde bedeuten, dass die Zahl der Muslime in Deutschland von derzeit 3,8 Millionen auf 6,3 Millionen stiege – ein Zuwachs um gut 60 Prozent. 1,8 Millionen der erwachsenen Flüchtlinge werde keinen Berufsabschluss haben, meinen die Autoren. Die Frage, ob sie einen Job finden, gilt allerdings als Schlüsselfaktor bei der Integration. Fast zwei Millionen Flüchtlinge müssen laut der Studie bis 2020 in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dennoch ist die Stiftung vorsichtig optimistisch. „Wir sagen nicht, dass wir es schaffen, aber wir sagen, dass wir es schaffen können“, sagt Stiftungsvorstand Tobias Raffel, einer der Autoren. Vor wenigen Tagen hatte das Kieler Institut für Weltwirtschaft für 2015 bis 2017 rund 2,7 Millionen Flüchtlinge prognostiziert.

Unterdessen sind die Zahlen der Flüchtlinge, die aus der Türkei nach Griechenland einreisen, seit dem jüngsten Abkommen der EU mit dem Nachbarland rückläufig. Noch Anfang des Monats waren mehr als 5000 Menschen an einem Tag eingereist. Anfang dieser Wochen seien es weniger als 2000 gewesen, hieß es in Kreisen der EU-Kommission. „Die Maßnahmen auf europäischer Ebene beginnen zu wirken“, sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), unserer Zeitung.

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