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Zur Problemlösung braucht es Fachleute

Eine Mitarbeiterin einer Teststation führt einen Corona-Test an einem jungen Mann durch. In der Debatte um mögliche Lockerungen von Corona-Maßnahmen in Deutschland raten Fachleute zur Vorsicht, während manche Bürger schon ungeduldig auf das Ende aller Beschränkungen warten.
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Eine Mitarbeiterin einer Teststation führt einen Corona-Test an einem jungen Mann durch. In der Debatte um mögliche Lockerungen von Corona-Maßnahmen in Deutschland raten Fachleute zur Vorsicht, während manche Bürger schon ungeduldig auf das Ende aller Beschränkungen warten.

Zur Berichterstattung über die Corona-Maßnahmen und zur Impfpflicht im Gesundheitswesen (Regionalteil und Politikteil):

Meine persönliche Corona-Pandemie begann im Februar 2020. In diesem Monat wurde meine Mutter in sehr schlechtem Zustand – unabhängig von Corona – in eine Klinik eingeliefert. Diverse Untersuchungen und Diagnosen folgten. Immer mit dabei: das Radio auf der Fahrt zum Krankenhaus, mit fast minutiös neuen Corona-Schlagzeilen. Nach einigen Monaten Klinik, vielen Schicksalsschlägen und sich stetig verändernden Besuchsregeln, versprach man meiner Mutter, nach Wochen der Isolation, an ihrem Geburtstag nicht alleine sein zu müssen. Kurz vor ihrem Geburtstag änderte sich die Entscheidung der Ärzte. Die Klinik entließ meine Mutter – viel zu früh – und überwies sie in eine Rehaklinik. Vermutlich aufgrund der drohenden „Corona-Welle“.

Angekommen in der Rehaklinik gab es keinen gewährten Besuch. Stattdessen folgte die erneute Isolation, trotz eines negativen Corona-Tests. Eingesperrt in einem Zimmer mit ebenerdigem Balkon. Kein Besuch, zumindest nicht im Zimmer, einzig über die Brüstung des Balkons und später „durch die Hecke“. An ihrem Geburtstag kamen wir vorbei, um ihr zu gratulieren. Wir standen rund zwei Meter entfernt auf einer Wiese. Meine Mutter freute sich über unseren Besuch, wirkte jedoch äußerst geschwächt, war blass, sprach verworren, schien desorientiert. Ihr Zustand war beängstigend, sodass wir – mit Nachdruck – eine erneute Einweisung in eine Klinik forderten. Lockdown. Verhaltensregeln. Einsamkeit. Trauer. Angst. Schmerz. Hilflosigkeit. Mit welchem Recht, frage ich mich, müssen wir erdulden, dass Menschen einsam leiden? Mit welchem Recht, all die Auswirkungen der Pandemie ertragen? Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch in Zeiten einer sogenannten Pandemie.

Laura Marks

Wasserburg

Nachdem ich jetzt drei- mal geimpft bin und mich eventuell nach Ostern ein viertes mal auch gegen Omikron impfen lassen werde, gehöre ich nicht gerade zu den Impfgegnern, höchstens zu den leichten Zweiflern an der Wirksamkeit. Hauptsache, ich bin beruflich oder reisetechnisch nicht eingeschränkt. Trotzdem höre ich mir auch die Einwände gegen das Impfen von Bekannten an und respektiere sie. Ich denke, ich bin gesund, und andere vertragen die Impfung halt nicht, entweder mental oder medizinisch. Ob an den Gerüchten um Bill Gates oder um die Impfstoffindustrie etwas dran ist, wird sich später noch herausstellen. Wer gerade für oder gegen was demonstriert, ist mir meist nicht klar. Ich sage nur, leben und leben lassen, jeder soll so leben, wie er will oder kann, und auch die Politik und die Polizei sollte etwas gelassener damit umgehen.

Franz Oberberger

Frasdorf

In Nürnberg demonstrierten 4000 Personen für die Entsorgung von chronisch Kranken, Schwerbehinderten, Hochbetagten und Menschen mit medizinischer Kontraindikation. Tolle Freiheitskämpfer, man kennt sie von früher. Die Agitation der Impfgegner ist menschenverachtend, aberwitzig, absurd, abstrus und tragikomisch. Und dennoch nicht wirkungslos. Durch andauernde gegenseitige Bestätigung und stete Wiederholung wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, dass tatsächlich etwas dran sein könnte an ihren wirren Hypothesen, nach dem Motto „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“. Ihr Einfluss wächst, ihre Falschbehauptungen werden durch sogenannte Studien von Gleichgesinnten im wissenschaftlichen Bereich unterstützt, die immerhin in den Medien Veröffentlichung finden und in der Bevölkerung für Verunsicherung sorgen. Kurzum: Impfgegner sind gefährlich. Die Impfpflicht hätte mit dem Impfstoff eingeführt werden müssen, was ihre Abspaltung zwar nicht verhindert hätte, aber sie daran gehindert, systematisch Spaltung zu betreiben und die Menschen von der Impfung abzuhalten.

Wolfgang Kronzucker

Neubeuern

Ein Bundeskanzler, der Führung verspricht, aber nicht liefert, eine EU-Kommission, die den „Green Deal“ ankündigt und dann ausgerechnet Kernkraft und Erdgas zu „grünen“ Energien machen will, und ein Ministerpräsident, der seine Positionen wechselt, wie andere Leute ihre Wäsche – die Politik hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem und spielt damit jenen Kräften in die Hände, die die Demokratie verächtlich ablehnen. Was steckt hinter dem plötzlichen Sinneswandel von Ministerpräsident Söder in Sachen Impfpflicht und Corona-Beschränkungen und seinem Rollenwechsel vom Hardliner zum Befürworter von Lockerungen? Gibt es neue Erkenntnisse hinsichtlich der Notwendigkeit und Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie? Oder ist es am Ende wieder einmal mehr ein taktisches Manöver, um der Ampelkoalition das Leben schwer zu machen und Punkte für die bayerischen Landtagswahlen im nächsten Jahr zu sammeln? Auf der Strecke bleiben jedenfalls einmal mehr die Glaubwürdigkeit von Politik und das Vertrauen der Bürger darin, dass die gewählten Amtsinhaber das Wohl des Ganzen im Blick haben und nicht nur ihre Karriere oder die wirtschaftlichen Interessen von Einzelnen.

Marita Burdick

Bernau

Viele Länder in Europa haben bereits die Corona-Einschränkungen aufgehoben oder gelockert. Unsere Bundesregierung hält daran weiter fest, sie wollen weiter abwarten. Einzig Markus Söder wagt in kleinen Schritten erste Lockerungen. Wenn es dazu kommen sollte, werden diese vermutlich so gestaltet, dass die Ungeimpften weiter ausgeschlossen bleiben. Betroffen sind aber auch Personen, die den Booster bisher nicht erhielten (aus welchen Gründen auch immer) und sie deshalb wieder als nicht geimpft zählen. Es scheint, als sind Nichtgeimpfte aus Sicht der Regierung Menschen zweiter Klasse: Sie werden ausgegrenzt, entwürdigt und schikaniert. Und dieses immer noch bei einer inzwischen entspannten Situation in den Kliniken. Mit den Maßnahmen sind sich die regierenden Parteien sowie die Opposition größtenteils einig. Die einzige Ausnahme ist die AfD. Unsere Politiker vergessen anscheinend, dass auch Ungeimpfte Steuerzahler und Wähler sind. Was ist, wenn sich alle, die sich von der Regierung ausgegrenzt und schikaniert fühlen, bei der nächsten Bundestags- oder Landtagswahl aus Protest für die AfD entscheiden? Ein Jammern und Geschrei im ganzen Land. Die jetzt Regierenden hätten dieses Ergebnis mit den politischen Folgen jedoch selbst zu verantworten.

Rudi Gebler

Niedertaufkirchen

Gott hat mich mit einer beneidenswerten Gesundheit ausgestattet. Meine letzte Grippe ist über 40 Jahre her. Und plötzlich sind gesundheitliche Probleme aufgetaucht, nach der ersten Impfung. Ich habe mir auch die zweite und dritte Impfung geholt. Zum Schutz für mich und andere. Wollte ja auch weiterhin meine Kinder, Enkelkinder, Freundinnen und ehemalige Arbeitskollegen treffen. Aber mehrere Ärzte konnten bis heute die Ursache meiner gesundheitlichen Probleme nicht finden. Ich habe die Schnauze voll. Werde dieses Jahr 70 Jahre alt. Mit Stolz.

Loretta Schenk-Schlosser

Rosenheim

Wir sind in der Impfaktion so gefangen, dass wir unsere vielen Probleme gar nicht mehr sehen. Noch mal ganz kurz erwähnt, es sterben in Deutschland pro Tag circa 2500 Menschen, mal 200 mehr Menschen, oder auch mal weniger. Wir haben eine ganz normale Sterblichkeit. Nur diese Impfaktionen kosten uns Milliarden von Euro, die wir besser in Erziehung und Weiterbildung und Forschung stecken sollten, als die dritte, vierte oder fünfte Impfung über uns ergehen zu lassen. Wir brauchen Fachkräfte für unsere Betriebe, und die wirklichen Wissenschaftler sollten wieder die Meinungsführung übernehmen. Wir wollen vorwärts und nicht rückwärts laufen. Und unsere Industriekapitäne sollten eine offene Diskussion in Sachen CO2führen und nicht durch Schummeln wie bei den Autos versuchen, das Thema auszusitzen, Das Urteil des BGH über CO2gehört in der Öffentlichkeit diskutiert und den Menschen klargemacht, warum die Dinge anders liegen. Wie sagte so treffend in einem Vortrag Professor Dr. Hans Sinn: „Meine Damen und Herren, das ist Mathematik, das können Sie nicht ändern.“ Wir brauchen in diesen komplizierten Zeiten Fachleute und keine Schulabgänger ohne Berufserfahrung. Die können unser Problem nicht lösen, die müssen noch lernen. Aber bitte erst im Kleinen und dann später im Großen. Das ist sonst zu teuer für uns alle, und Visionen zu haben, ist schon gut, nur man muss auch wissen, was das für Auswirkungen hat. Das wären unsere Hausaufgaben, die wir machen sollten. Dann würden sich interessante neue Einblicke für den Bundesbürger ergeben. Wir würden jetzt den Herrn Claus Schwab kennenlernen, da bin ich gespannt, was wir Bürger zu seinen Vorstellungen sagen. Es ist an der Zeit, so eine Diskussion zu führen.

Volker Bastian

Flintsbach

Das Schlimmste an der gegenwärtigen Krise sind nicht die Maßnahmen an sich. Viel beunruhigender ist, wie bereitwillig der Bürger oder besser Untertan diese politischen Narreteien mitträgt beziehungsweise, sie durch seinen Gehorsam überhaupt erst ermöglicht. Denn Politiker könnte man austauschen, das Volk aber nicht. Die widerspruchslose Unterwürfigkeit, mit der wir unsere QR-Codes jedem Hinz und Kunz vor die Nase halten, nur um wieder dabei sein zu dürfen, lässt einen daran zweifeln, ob wir uns die Freiheit überhaupt verdient haben. Wie billig haben wir sie gegeben? Haben wir Schafe den Schäfer mit dem Wolf verwechselt? Selbsternannte Gesinnungswächter, die uns noch gestern über Toleranz und Weltoffenheit belehrten, schließen über Nacht Grenzen, sperren Kirchen, Universitäten und Gaststätten für neu erschaffene Randgruppen und denunzieren im Namen von Verantwortung und Solidarität. Mehr Heuchelei hat es noch nie gegeben. Der neue Totalitarismus kommt nicht mehr von links oder rechts, er kommt aus der breiten Mitte heraus und behauptet anmaßend: „Ich bin die Zivilgesellschaft, im Namen der Gesundheit habt ihr zu gehorchen!“ Nein, zwei Jahre lang Angst und Spaltung sind genug. Raus auf die Straßen mit Kind und Kegel – nach Rosenheim, nach Haag, nach Dorfen, nach Erding und nach München. Holen wir uns die Freiheit zurück! Wann, wenn nicht jetzt?

Martin Stickler

Maitenbeth

Derzeit herrscht eine intensive Diskussion über das Thema Impfpflicht. Ich möchte Ihnen deshalb über meine Erfahrungen nach der Impfung berichten. Ich bin zweimal geimpft. Nach der zweiten Impfung traten schwere gesundheitliche Probleme auf. Symptome: schwere Nervenerkrankung, besonders am Kopf und Ohren mit Hörverlust, starke Kopfschmerzen und Schwindelanfälle bis zum Erbrechen. Nach zwei Wochen Krankenhausaufenthalt (Neurologie) kaum Besserung. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus habe ich verschiedene Ärzte aufgesucht. Ich wollte wissen, was in meinem Körper seit der Impfung passiert ist. Ich musste feststellen, meine Geschichte hat wenig Interesse erweckt – nein, ich wurde nicht einmal ernst genommen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Ärzte zu Impfschäden nicht äußern, weil sie Probleme mit der Krankenhaus-Leitung befürchten und Diffamierungen ausgesetzt sind. Ich darf die Aussage eines Arztes aus der Neurologie zitieren: „Wir haben viele ähnliche Fälle bei uns. Ich darf mich dazu nicht äußern.“ Es ist leider so, dass Impfschäden ignoriert und totgeschwiegen werden. Nach diesem schweren Impfverlauf lehne ich es strikt ab, mich ein drittes Mal zu impfen. Aufgrund vieler Informationen kann man davon ausgehen, dass viele Bürger unseres Landes ähnliche Erfahrungen machen mussten. Wir müssen uns deshalb nicht wundern, wenn Impfgegner Grund haben zu demonstrieren. Diese Leute sind keine Querulanten – nein, es sind friedliebende Bürger und Familien, die diffamiert, schikaniert und genötigt werden und als Rechtsextreme oder sogar als Nazis beschimpft werden. Ich appelliere an die Impfbefürworter, den Impfgeschädigten und Impfgegnern mehr Respekt und Solidarität entgegenzubringen.

Josef Hertl

Feldkirchen

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