Zur eigenenSprache bekennen

Zum Beitrag „Maßgeschneidert“ von Herbert Schneider (Bayernteil) und zu „Deutschland verschludert seine Sprache“ (Leserbrief von Alfred Beck):

Die ganzen englischen Ausdrücke (Fremdwörter?), die unsere Sprache verschandeln, stammen doch größtenteils von der Politik selbst, von Wissenschaftlern, von der Wirtschaft und von den Medien. Das Problem ist, dass jeder meint, er müsse auf diese Schiene aufspringen. Jeder hat doch Angst, wenn er diese neuen Ausdrücke nicht gebraucht, dass er als rückständig, ungebildet, vielleicht sogar als dumm angesehen wird. Keiner, der zu Hause arbeitet, ist in Heimarbeit. Kein Schüler hat Heimunterricht. Und auf der Berghütte gibt es Getränke „to go“. Schrecklich! Diese Ausdrücke zu hören oder zu lesen, tut schon richtig weh. Wir haben aber die Möglichkeit, diese Ausdrücke zu umgehen. Wir müssen Rückgrat zeigen zur deutschen (oder boarischen) Sprache, nur dann hat diese auch für die Zukunft eine Chance.

Rudi Gebler

Niedertaufkirchen

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