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Zukunft liegt nicht in noch mehr Mais

Zum Bericht „Klimawandel als Chance“ (Lokalteil):

Ich bin kein Landwirt, aber interessiere mich seit Jahren für die Landwirtschaft. Der Artikel hat bei mir Fragezeichen ausgelöst. Hier wird aufgeführt, dass Maisanbau zur Gewinnung von Biogas die Energiekrise entschärfen könnte. Folgende Fragen würde ich gerne beantwortet haben. Der Anbau von Energiemais reduziert die Fläche für den Anbau von Getreide oder anderen Früchten für den menschlichen Verzehr. Wo ist hier der Gewinn für die Allgemeinheit?

Der starke Maisanbau fördert erwiesenermaßen massiv die Bodenerosion und verlangt starken Einsatz von Insektiziden und Fungiziden mit negativen Auswirkungen auf das immer weniger werdende Grundwasser, sprich unsere Trinkwasserversorgung. Noch mehr Mais zur Gewinnung von Biogas hilft in der Summe den Menschen nicht – im Gegenteil. Fachleute sagen, die Gewinnung von Biogas durch den Umbau der Abfallwirtschaft wäre viel sinnvoller, durch Verwertung von Pflanzen und Nahrungsmittelabfällen.

Deutschland muss sein Gasproblem anders lösen als mit noch mehr Maisanbau. Da ist selbst die zwischenzeitlich erprobte Technik Fracking in der Summe der bessere Weg. Und noch ein Satz zum Klimawandel. Klar, Mais liebt die Wärme – die Wälder, die Gewässer und auch speziell gefährdete Menschen lieben die Hitze nicht. Aktuell in Europa schon nachgewiesen: Dieses Jahr gab es Tausende von Hitzeopfern bei Menschen und gewaltige Brände.

Wie Herr Niederschweiberer da den Klimawandel noch als gut bezeichnen kann – ich kann das nicht verstehen. Aber vielleicht ruft er mich an. Ansonsten großen Respekt für die harte Arbeit derjenigen Landwirte, die bestmöglich zum Erhalt der Nahrungssicherheit und der Artenvielfalt beitragen.

Reinhard Graser

Kraiburg

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