Zu Recht großes Interesse am Erhalt von Kloster Reisach

Zum Bericht „Zukunftsmusik und Orgelklang“ (Regionalteil):

Wer würde sich nicht freuen, wenn es für das Kloster Reisach eine überzeugende Zukunftsnutzung gäbe? Wir alle, denen das bayerische Inntal am Herzen liegt, haben ein großes Interesse am Erhalt dieser geschichtsträchtigen und markanten Anlage. Gute Ideen sind gefragt. Um an staatliche Fördergelder heranzukommen, ist es ein probates Mittel, interessante und positiv belegte Begriffe wie „innovativ“, „modern“, „Cluster“, „Wirtschafts- und Wissenschaftsverbund“, „Ressourcenschonung“ oder „Ethik“ in den Raum zu stellen. Offensichtlich geht es hier aber darum, die „Mobilitätsakzeptanz“ zu steigern und das „wachsende Volumen des Güter- und Personenverkehrs“ schönzureden.

Bringt uns das weiter oder stehen hier die Interessen von Unternehmen im Vordergrund, die immer noch nicht akzeptieren wollen, dass es an der Zeit ist, das Verkehrsaufkommen insgesamt zu reduzieren? Die im Bericht zitierte, in Bearbeitung befindliche Machbarkeitsstudie sollte genau daraufhin überprüft werden, ob die Annahmen über künftige Bedürfnisse von Wirtschaft und Gesellschaft richtig und die Umsetzung der Ergebnisse für die Menschen im bayerischen Inntal und für die Umwelt positiv sind. Außerdem sollte das Konzept für den Erhalt der gesamten ehemaligen Klosteranlage als regionalprägendes Gebäudeensemble und als Ort der Besinnung taugen.

Jakob Opperer

Rohrdorf

Kommentare