Zentrale Aufbewahrung kaum finanzierbar

Zum Thema "Waffenaufbewahrung" (Berichte im politischen Teil):

Seit in Memmingen ein 14-jähriger mit Schusswaffen in der Schule auftauchte, wird wieder einmal von verschiedenen Verbänden und Parteien ein Verbot gefordert, Schusswaffen in der Wohnung aufzubewahren. Staatsminister Söder hält dagegen, dass eine Aufbewahrung von Waffen in größerer Anzahl an einer Stelle Terroristen anlocken könnte.

Wägt man beide Seiten ab, kommt man zu dem Resultat, dass jede Gemeinde einen Waffenbunker haben müsste, Städte sogar mehrere, damit die Zahl der gelagerten Waffen nicht zu groß wird. Ich stelle mir dafür einen massiven Betonbau vor, mit Kameras und Alarmanlagen. Zusätzlich ist vielleicht ein Wächter je Fassade notwendig, bei einem rechteckigen Bau also vier. Bei 24 Stunden mal 365 Tagen ergibt das 8760 Jahresstunden. Bei einer Arbeitszeit von 38 bis 40 Stunden je Woche und Berücksichtigung von Urlaubs-, Krankheits- und Fortbildungszeiten ist Personal für sechs Schichten notwendig. Zu den Wächtern kämen zwei Personen, um die Waffen entgegenzunehmen oder auszugeben (einer allein wäre sicher zu gefährlich) sowie ein Pförtner. Diese Posten sind rund um die Uhr zu besetzen, denn der Sportschütze will seine Waffe für den Schießabend holen und spät wieder zurückbringen, der Jäger will aber bei Morgengrauen auf die Pirsch gehen. An die Verwaltung mit Chef, dessen Vertretung, einer oder zwei Schreibkräften, Reinigungskraft und Hausmeister muss ebenfalls gedacht werden. Es hätten also in jeder Gemeinde über 40 Personen eine gesicherte Existenz.

Bei geschickter Ankündigung durch die Politik könnte man bei Umsetzung der genannten Vorschläge sicher von einer Verwaltungsvereinfachung reden, da die Aufbewahrungsorte ja weniger werden...

Franz Holzner

Raubling

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