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Leserforum

Zauber des Anfangs und Gottes Hilfe

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, legt im Bundestag vor Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) bei der Vereidigung den Amtseid ab.
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Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, legt im Bundestag vor Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) bei der Vereidigung den Amtseid ab.

Zu den Berichten über Deutschlands neue Regierung (Politikteil):

Die teilweise ablehnende Haltung unserer neuen Regierung bei der Einführung in das Amt zur Formel des Schwurs auf die Verfassung „so helfe mir Gott“, regt zu einer Analyse an.

Bei der Vereidigung lehnten alle Grünen die Worte „so helfe mir Gott“ ab. Drei von acht Sozialdemokraten stimmten mit den Grünen überein, alle Liberalen bekennen sich dazu. Welche Gründe führen zu dieser Ablehnung? Die Bedenken der Nähe von Gott zum Staat, das teilweise unverzeihliche Verhalten der Kirchenvertreter oder das Vermeiden der Kirchensteuer? Oder ist es einfach die Ablehnung einer Existenz Gottes? Alle diese Gründe, mit Ausnahme des letzten, greifen viel zu kurz. Gott ist als übergeordnetes Prinzip eine eigenständige Vorstellung, die weltweit, mit Ausnahme der Atheisten, in allen Kulturkreisen in der einen oder anderen Form Anerkennung findet. Deshalb ist eine Exklusivität für „Bevorzugte“ beziehungsweise sich auserwählt Fühlende nicht möglich.

Die jeweiligen „Kirchen“ sind menschengemachte, interpretierende, vereinfachende und gestaltende Organisationen, die einen Gottesglauben verwalten und in denen sich die Menschen geborgen fühlen. Ein Austritt aus der „Organisation“ ist völlig unabhängig vom Glauben an das übergeordnete Prinzip eines Gottes. Das Bekenntnis bei der Amtseinführung heißt ja nicht: „So helfe mir die Kirche“.

Das Ablehnen des Bezuges auf Gott kann nur mit dem Atheismus erklärt werden. Für den Atheismus mag man Argumente finden, die jedoch mit der Frage „Was war vorher?“ in einer Sackgasse enden.

Bei den acht Atheisten gegenüber den neun Volksvertretern in der Regierung, die um Beistand Gottes bitten, entsprechen wir heutzutage fast dem sich verändernden Trend der Konfessionierten mit 60 Prozent gegenüber 40 Prozent der Konfessionslosen. Vielleicht würde eine universelle Sichtweise des Gottesprinzips eine Verschiebung mit sich bringen.

Walter P. Wieland

Prien

Ich habe bei der Bundestagswahl die FDP gewählt. Zum letzten Mal. Lindner generiert sich als Saubermann und führt seine Wählerschaft an dem Ring durch die Manege. Keine Neuverschuldung? „Ungenutzte“ 60 Milliarden Euro aus dem Sonderhaushalt? Ich frage mich immer mehr, wo ich eigentlich lebe. 4000 Intensivbetten wurden 2021 abgebaut, weil das Personal fehlt. Was hätte man hier mit 60 Milliarden Euro bewegen können ?

Die Doppelmoral dieses Finanzministers ist unerträglich. Mal schaun, was dieser Wendehals, dessen eigene Partei, als man noch in der Opposition saß, wegen des gleichen Themas das Bundesverfassungsgericht angerufen hat, noch so an Überraschungen in seinem Köcher für uns alle bereit hält.

Die Politik lügt, betrügt, manipuliert. Das ist nicht wirklich neu. Aber die offene Dreistigkeit schon. Der Teflonkanzler lässt alles an sich abperlen, macht „die Merkel“ und lässt die anderen Minister ihre Fehler begehen. Mal schaun, wie lange das gut geht. Merkel, die locker als SPD-Mitglied durchgegangen wäre, hat uns domestiziert, sozialisiert und alle aufkommenden schwierigen Themen mit einem Geldpflaster versehen. Nur: Unter diesen Pflastern gärt es unverändert weiter.

CDU und SPD haben es versäumt, Deutschland für die Zukunft wetterfest zu machen. Die Verlierer sind vor allem die jungen Menschen in diesem Land. Jedem Anfang, sagt man, wohnt ein Zauber inne. Dieser Zauber ist für mich bei der FDP bereits in den ersten Tagen verflogen.

Harald Arp

Stephanskirchen

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