Würde der Rentnerinnen

Zur Berichterstattung über Rentenpolitik (Berichte im Politikteil):

Es ist beachtlich, wie viel Geld in Deutschland plötzlich vorhanden ist und für alles mögliche Verwendung (Verschwendung) findet. Die Frauen, die immer noch Renten unter 200 Euro bekommen, werden immer noch übersehen. Das sind Frauen, die im Zweiten Weltkrieg geboren wurden. Die nach dem Krieg erzogen wurden, um alles hinzunehmen, nicht zu jammern und nicht zu betteln.

Denen steht aber genau wie vielen anderen Rentnern ein vernünftiger Lebensunterhalt zu. Natürlich könnte man, so wie Tübingens Bürgermeister Boris Palmer, sagen, die sind alt und leben nicht mehr lange. Aber das ist falsch. Viele dieser Frauen haben bis zur Corona-Pandemie unter anderem leere Flaschen gesammelt, um leben zu können. Leere Flaschen gibt es zur Zeit nicht, weil keine Leute auf der Straße sind und keine Pfandflaschen im Abfalleimer landen. Diese Frauen sind schon damals von Politikern vergessen worden. Sie haben alle einen Beruf erlernt. Mit 21 Jahren wurde damals geheiratet. Es kamen Kinder auf die Welt, die sie erzogen. Erst 1977 durften diese Frauen ohne Erlaubnis ihrer Männer arbeiten. Viele Männer haben dies bis 1977 nicht erlaubt, da es sonst geheißen hätte, er kann seine Familie nicht ernähren.

Über neue Rentner wird nachgedacht und für sie vernünftige Renten ausgearbeitet. Diesen Frauen, die den Krieg überlebt haben, muss dringend geholfen werden. Es kann nicht mehr gesagt werden, es ist kein Geld da. Die Jetztzeit sagt etwas anderes. Gebt den Frauen endlich die Rente, die ihnen zusteht. Die Zeit ist überreif. Gebt den Frauen endlich die Würde zum Leben zurück.

Bundesfinanzminister Scholz erfand das Schlagwort „Wums“. Wir Senioren haben auch Schlagworte: Wer die Alten quält, wird nicht gewählt. Tut endlich was für Seniorinnen.

Franz Gößl

Rosenheim

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