Wolf sollte im Alpenraum scharf bejagt werden

Zum Bericht „Der Wolf ist in der Region“ und „Schreckgespenst der Almbauern“ (Regionalteil):

Prinzipiell erwarte ich von einer seriösen Zeitung, sachlich informiert zu werden. Wenn aber gleich zwei OVB-Mitarbeiter Sachverhalte mit ihren eigenen Emotionen durchmischen, die geeignet sind, etwas oder jemanden zu verteufeln, müssten sie ihre eigene Meinung exakt als Kommentar kennzeichnen. Den Wolf sogar in der Überschrift dieses Artikels als „Schreckgespenst“ zu diffamieren, ist ein journalistischer Fehlgriff. Wölfe und andere zugewanderte Beutegreifer stehen so lange unter Schutz, bis sie eine relativ stabile Popula tion gebildet haben. Diese jagdrechtliche Vorgabe gilt es allgemein zu respektieren.

Zu beachten ist die Tatsache, dass Wölfe sich von Fleisch und nicht von Tannenzapfen ernähren. Sie sind Opportunisten, die sich nicht nur von leicht zu erbeutenden Schafen, sondern primär und überwiegend von jungen, alten und kranken Wildtieren ernähren. Damit erfüllen sie einen ökologisch naturgemäßen Zweck, der allgemein zwecks der Reduzierung und der Gesunderhaltung der Wildbestände eher der Nützlichkeit als der Schädlichkeit zugewiesen wird.

Was jedoch den Alpenraum betrifft, in dem Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Rinder auch mehrfach wünschenswerte Effekte erzielen, sollte meines Erachtens der Wolf – soweit überhaupt möglich – scharf bejagt werden dürfen, weil es ökonomisch nicht vertretbar ist, aufwendige und teure Sicherheitszäune zu errichten. Die Almbauern werden es genauso danken wie die Touristen, die Wert auf die bisherige Struktur dieser wunderschönen Landschaft legen.

Dr. Rüdiger Schultze-Lutter

Obing

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