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Wir haben keine passende Antwort auf sinnlose Gewalt

Zum Bericht „Mann (41) will Frau (19) in S-Bahn im Kreis München helfen und wird selbst zur Zielscheibe“ (Bayernteil):

Und wieder ist es passiert nach dem Fall Dominik Brunner. Zwei jugendliche Gewalttäter haben einen Streitschlichter in Ismaning krankenhausreif geschlagen: Schädelfraktur mit Hirnblutungen und Kieferbruch. Zwei gegen einen – wie würde- und ehrlos. Das gab es früher nicht. Die Polizei nahm die Burschen fest, verhörte sie und musste sie – gemäß Gesetz – wieder auf freien Fuß setzen. Sicher werden diese Kerle wieder einen gnädigen Richter finden, der Verteidiger wird von ruinierter Kindheit sprechen. Das übliche Gerede. Vielleicht gibt es Bewährung, und die Täter verlassen grinsend – an den leidgeprüften Eltern vorbei – das Gericht. Auf alle Fälle werden die Täter wegen guter Führung nur die Hälfte ihrer Strafe abbüßen und dann in die Freiheit entlassen.

Ich denke da an den Filmklassiker „Highnoon“. Die fromme Quäkerin erschießt den Mann, der ihren Ehemann feig von hinten erschießen will. Der Marshall wirft angewidert von der Feigheit der Bürger seinen „Staatsstern“ in den Sand. Noch eindrucksvoller wird dies im Film „Zivilcourage“ dargestellt, wo die Polizei dem Hauptdarsteller erklären muss, dass erst etwas passieren muss, um festnehmen zu können. Er besorgt sich schließlich eine Waffe, weil er es leid ist, den Übeltätern hilflos ausgeliefert zu sein. Ehrlich gesagt, ich bin dieses Trauerspiel auch leid.

Hermann Bredenkamp

Schönberg

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