Winhart soll digitalen Schnabel halten

Zum Bericht „Winhart will‘s nicht gewesen sein“ (Regionalteil):

Ich möchte Andreas Winhart dringend raten, sein digitales Mundwerk im Zaum zu halten, bevor er – wen auch immer – hinter Gitter wünscht. Und wenn er nicht garantieren kann, dass in den Sozialen Medien in seinem Namen und seiner Verantwortung nicht derartige Schmähungen veröffentlicht werden, soll er auf diese Form des öffentlichen Auftritts verzichten und den Schnabel halten. Auch er könnte die Zeit der Corona-Krise zum Lesen (und Nachdenken?) nützen und sich beispielsweise mit deutschen Vordenkern beschäftigen, die über den Zusammenhang von Denken und Sprache philosophiert haben. Dabei könnte er finden: „Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.“ (Gottfried Benn). „Die Sprache ist das Haus des Seins. In ihrer Behausung wohnt der Mensch.“ (Martin Heidegger). Bei Kurt Tucholsky könnte der Leser die Warnung finden: „Polemik ist keine Waffe, sondern ein Bumerang.“ Ich hoffe sehr, der Bumerang trifft denjenigen, der ihn gegen die Kanzlerin und uns alle geschleudert hat.

Dr. Marianne Weber-Keller

Bad Aibling

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