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Windenergie kann den Bedarf nicht decken

Zu den Berichten über die Energiewende (Weltteil und Politikteil):

Ich erachte es als höchst bedenklich, wenn Sie einem offensichtlichen Vertreter der Fossillobby in einem mehr als halbseitigen Gastkommentar ein Forum für dessen steinzeitliche Thesen bieten. Die intensive Erdgasnutzung ist politisch wie geostrategisch inzwischen nicht mehr tragbar. Aus Sicht des Klimas ist sie ohnehin zu minimieren, auch wenn Erdgas im Vergleich zu Stein- oder gar Braunkohle das etwas kleinere Übel darstellt. Wie sollte demnach unsere energiepolitische Agenda aussehen?

Herr Farnung plädiert hier für die verstärkte Nutzung von (Stein-)Kohle und Kernkraft. Wo lebt dieser Mann, meint er das wirklich ernst? Kohle ist extrem klimaschädlich. Steinkohle wird in Deutschland nicht gefördert. Uran als Kernbrennstoff stammt ebenfalls nicht aus Deutschland, die sonstigen höchstproblematischen Punkte der Nutzung der Kernenergie sind hinlänglich bekannt.

Als einzige Lösung bleibt nur der sofortige massive Ausbau der Nutzung von Wind- und Sonnenenergie. Die Technik ist ausgereift, im Betrieb fast kostenfrei, unabhängig von fragwürdigen Drittstaaten und praktisch ohne CO2-Emissionen.

Kurzfristig bleibt aber keine andere Möglichkeit, als Energie zu sparen, wo es nur geht: Benzin, Erdöl, Erdgas. Also weniger Auto fahren, Raumtemperatur ein bis zwei Grad absenken, Strom sparen. Ein „weiter wie bisher“ mit Kohle und Kernkraft statt Erdgas ist keine Lösung, sondern der direkte Weg in den Abgrund.

Nikolaus Vogl

Bad Endorf

Der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie glaubt an den erneuten Aufschwung seiner Branche. Er wird sich täuschen. Windkraftanlagen liefern nur Strom, wenn der Wind weht. Das ist nur im Norden unseres Landes gegeben. Da aber ist die Windraddichte schon so hoch, dass massiver Widerstand entstanden ist. Eine weitere Verdichtung ist ökologisch als auch politisch nicht mehr durchsetzbar.

Bayern ist mit Ausnahme von Oberfranken Schwachwindgebiet. Fällt die 10H-Regelung, werden kaum weitere Windräder gebaut, denn bei der derzeitigen Einspeisevergütung rechnet sich kein Windrad mehr. Auch diese sind sehr teuer geworden. Das Hauptproblem ist aber ein anderes. Die ins Netz eingespeiste Windenergie schwankt in der dritten Potenz mit der Variation der Windgeschwindigkeit. Die Stromlücken bei Flauten schließen derzeit schnell regelbare Gaskraftwerke, um den Windstrom grundlastfähig zu machen. Genau diesen Gaskraftwerken muss jetzt das Gas abgedreht werden. Sonst wird der Gasmangel noch größer, und unsere Speicher bleiben leer. Da ist es eine Illusion, dass Wolfram Axtheim vom BEW glaubt, noch mehr Windanlagen aufzustellen. Denn wer mehr Wind ernten will, braucht auch mehr Gas. Es wird uns also nichts anderes übrig bleiben, als die Kernkraftwerke weiter zu betreiben und auch stillgelegte Kern- und Kohlekraftwerke wieder zu reaktivieren.

Herr Habeck und seine Grünen werden diese Kröte schlucken müssen, wenn uns im Winter nicht das Gas ausgehen soll. Jeder Tag, den die Koalition zuwartet und versäumt, das zu tun, was jetzt getan werden muss, bedeutet im kommenden Winter ein Desaster für unsere Bürger und unsere Wirtschaft. Wer arbeitslos zu Hause frieren muss, den interessiert unsere CO2-Einsparungsbilanz nicht im Geringsten.

Herbert Sax

Großkarolinenfeld

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