Wiesnbilanz: Nur die Spitze des Eisbergs?

Zum Artikel „Sichere Wiesn: Die nackten Zahlen“ (Regionalteil):

Ja, wir können froh sein, dass so wenig passiert auf dem Rosenheimer Herbstfest. Fassungslos macht mich allerdings der Umgang mit dem Thema sexuelle Belästigung und Übergriffe. Fehlt vollständig in der Bilanz. Zwei Vorfälle sind nunmehr öffentlich bekannt, werden aber in die Statistik nicht aufgenommen, da es sich ja um „Einzelfälle“ handelt. Wir alle können ahnen beziehungsweise wissen, dass es sich dabei nur um die Spitze des Eisbergs handelt. Wie viele Anzüglichkeiten, sexuelle Übergriffe und wie viel Gegrapsche werden während der Wiesn zeit tatsächlich stattgefunden haben? Weder Totschweigen noch Panikmache sind hier aus meiner Sicht der richtige Weg. Ein sachliches Aufzeigen der Tatsachen ist erforderlich. Was kann alles passieren? Auch auf der sicheren Rosenheimer Wiesn, nicht nur alleine im Park, sondern auch mit vielen Feiernden in einem öffentlichen Raum. Wie kann ich mich wappnen? Wo bekomme ich Hilfe? Welche Strafen können gegen die Täter verhängt werden? Dies alles und noch viel mehr finde ich wichtig.

Brigitte Neumaier

Brannenburg

Kommentare