Wieder weniger Blühstreifen und Blumenwiesen

Zur Berichterstattung über das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ (Politik):

„Rettet die Bienen“ berührte in den vergangenen Jahren alle Naturliebhaber. Es veranlasste viele Bürger, hierzu tätig zu werden. Dabei wurde viel erreicht. Es gab wieder Blumenwiesen und bunte Blühstreifen an den Weg- und Grabenrändern sowie entlang von Maisfeldern. Leider sind derlei Maßnahmen rar geworden. Die Bienen finden, ohne dass es damit zusammenhängt, seit Corona kaum noch Nektarspender. Lediglich das Springkraut – verpönt, da es die einheimische Flora stört – bietet noch etwas Pollen, jedoch kaum Nektar. Die Fenster von Bienenhäusern haben unten ein Zentimeter hohe Querschlitze. Die helfen bei Imkertätigkeit an den Völkern, den auffliegenden Bienen wieder nach außen zu kommen. Es sind dutzende Bienen, die sich an die hellen Gläser setzen, dann bis zum Schlitz abrutschen und nach außen finden.

Derzeit ist es umgekehrt: Die Bienen drängen von außen nach innen, wo sie zumindest noch alte Rahmen mit Wachsresten riechen, da sie derzeit außen kaum noch Nahrung finden! Ende März blühten viele Löwenzahnwiesen. Das kam gut an. Leider wurde sehr bald gemäht, schon bevor die Blüten „Fallschirme“ bildeten. Es bleibt zu hoffen, dass die den Bienen helfenden Maßnahmen wie Blühstreifen und Blumenwiesen wiederkommen.

Josef Kirchberger

Flintsbach

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