Wie kalkuliert Altenheim?

Zum Bericht „Pflege im Heim wird immer teurer“ (Bayernteil):

Was darf ein Zimmer im Altenheim mit rund 20 Quadratmetern kosten? Warum soll ein Bewohner für künftige Investitionen im Durchschnitt 451 Euro mal zwölf Monate bezahlen? Das sind 5412 Euro im Jahr, mal zwei Personen pro Zimmer wären das 10 824 Euro. Mit 30 Jahre multipliziert, ergibt das die beträchtliche Zahl von 324 720 Euro für nur ein Zimmer. Gleichwohl auch für Altenheime eine (AfA) Abschreibung für Abnutzung gewährt wird.

Aber wie setzen sich die Kosten für Unterkunft und Verpflegung zusammen? Wenn in Nordrhein-Westfalen ein Heimplatz im Durchschnitt 2405 Euro und in Sachsen-Anhalt 1436 Euro kostet, scheint mir hier einiges nicht nachvollziehbar zu sein. Dann möchte ich schon wissen, wie die Einzelpreise für das Zimmer, Verpflegung und Pflege kalkuliert werden. Die meisten Altenheime im Landkreis Traunstein werden in Form einer GmbH geführt, was natürlich mit erheblichen Kosten verbunden ist. Wenn eine gGmbH (gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung) als Gesellschaftsform gewählt würde, würden erhebliche Kosten in Form von Steuern wie Körperschafts-, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag, Umsatz- und Grundsteuer sofern die Gebäude im Eigentum stehen, nicht anfallen. Diese Art der Gesellschaftsform erwirtschaftet eine höhere Rendite, die auch den Bewohnern zu Gute kommen müsste.

Dieter Schneider

Schleching

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