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Wie Aussagen eines trotzigen Kindes

Zum Bericht „Zeugnis von erbittertem Bahnhass“ (Regionalteil):

Der Landesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Dr. Loos, hat sich in seiner jüngsten Äußerung zum Brenner-Nordzulauf gehörig im Ton vergriffen. Er bringt hier eine Emotionalität in die doch so notwendige sachliche Diskussion, die davon zeugen kann, dass Bahn und Lobbyisten hier den Sachargumenten der Gegner einer Neubautrasse keine fundierten Antworten entgegensetzen können.

Dies konnte man bereits im Februar feststellen, als sich Projektleiter Neumaier mit herabwürdigenden Aussagen gegenüber den Bürgerinitiativen selbst disqualifizierte. Vor allem sei darauf hingewiesen, dass die Bürgerinitiativen jegliche Neubaustrecke ablehnen, egal ob sie nun über oder unter dem Inn im Norden von Rosenheim verlaufen würde. Sie ist schlichtweg nicht notwendig, um den zu erwartenden Güterverkehr aus dem Inntal zu bewältigen.

Die Untertunnelung des Inns im Rosenheimer Norden wird von Kommunalpolitikern gefordert, angeführt von Bundestagsabgeordneter Daniela Ludwig und Landrat Otto Lederer. Und diesen kann wahrlich kein Bahnhass unterstellt werden. Die Bürgerinitiativen im Landkreis sind der Auffassung (und werden dies auch durch ein Verkehrsgutachten nachweisen), dass die Bestandsstrecke ausreicht. Die Entzerrung und Verteilung des Güterverkehrs ab Rosenheim wird hier der Lösungsansatz sein.

Nebenbei bemerkt, stellt sich schon die Frage, wie eine zur neutralen Berichterstattung verpflichtete Tageszeitung eine derartige Stellungnahme eines Lobbyisten an so prominenter Stelle ohne jegliche Kommentierung veröffentlichen kann.

Stefan Hofbauer

Ostermünchen

Was veranlasst die OVB-Heimatzeitungen, einen solchen miserablen Artikel mit diesem reißerischen Titel zu veröffentlichen? Da kommt ein Lobbyist zu Wort und darf sich ungehemmt über Menschen äußern, die das Wohl ihrer Region im Blick haben. Da werden Bürger, die begründete Bedenken gegen den Brenner-Nordzulauf haben, in die Ecke von blindwütigen, verblendeten Nicht-Wissenden gestellt. Menschen, die auf der Basis von wissenschaftlichen Untersuchungen das Großprojekt Neubau Brenner-Nordzulauf in der geplanten Form infrage stellen. Menschen, die ihre Region nicht einer Planung opfern wollen, die jeglicher Vernunft und Wirtschaftlichkeit widerspricht. Alle unabhängigen Untersuchungen bestreiten den Sinn der Hochgeschwindigkeitstrasse. Bis heute konnten weder Bahn noch Verkehrsministerium den Nachweis erbringen, dass der Neubau des Brenner-Nordzulaufs tatsächlich benötigt wird. Der VCD urteilt über die Menschen in der Region, die sich für eine sinnvolle Lösung einsetzen. Eine Lösung, die für alle tragbar ist und einer wissenschaftlichen Prüfung standhält. Es macht mir Mut, dass sich der VCD derart massiv zu Wort meldet. Wie ein kleines Kind, das nicht bekommt, was es will. Vielleicht stehen die Signale für die Neubaustrecke ja bereits auf „Rot“.

Lothar Thaler

Schechen

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