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Wertlose Online-Petition

Zum Bericht „Fast 100000 Unterschriften gegen die Anbindehaltung“ (Bayernteil):

Das Internet ist für viele anscheinend noch Neuland – nicht nur für unsere Bundeskanzlerin. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum im Jahr 2021 immer noch eine sogenannte Onlinepetition auf change.org so ein Echo hervorruft. Jede Minute wird auf dieser Plattform eine Petition gestartet. Von der Rettung der Delphine bei den Färöer-Inseln bis zum Abschaffen der 2G-Regel – alles ist dabei! 100 000 Unterschriften sind dort keine Seltenheit. Man kann, wenn man dort angemeldet ist, mit einem schnellen Klick „unterschreiben“. Das dauert keine Sekunde und ob man das von München aus macht oder von Timbuktu ist relativ egal. Jede Stimme zählt.

Warum das bayerische Landwirtschaftsministerium solche Onlineaktionen für so wichtig nimmt, um diese 100 000 Onlineklicks entgegenzunehmen, erschließt sich mir nicht ganz. Auch mit dem Hintergrund, dass die Petition kurz vor der Übergabe noch einmal geändert wurde, weil die Aktivistin davon ausgegangen ist, dass die Anbindehaltung seit 2016 verboten ist, was überhaupt nicht stimmt.

Die „Unterschreiber“ haben also gar nicht für diese Petition unterschrieben, sondern für einen ganz anderen Text. Warum die OVB-Heimatzeitungen dieser Übergabe so viel Platz einräumen, warum der Bayerische Rundfunk darüber berichtet, lässt genauso viele Fragezeichen bei mir aufkommen. Es ist hinlänglich bekannt, dass seit Jahren durch das Konzept Kombinationshaltung daran gearbeitet wird, alte Anbindeställe umzubauen.

Vielleicht sollten Sie lieber darüber berichten, statt solchen Inhalten so viel Raum zu geben. Oder Sie verfassen einen Artikel darüber, wie richtige Petitionen aussehen, die jeder Bürger an den bayerischen Landtag stellen kann und die dort vom Petitionsausschuss behandelt werden.

Gerhard Langreiter

Oberneukirchen

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