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Wer hält Vormarsch der Taliban auf?

Taliban-Kämpfer haben in den vergangenen Tagen gleich mehrere Provinzhauptstädte eingenommen.
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Taliban-Kämpfer haben in den vergangenen Tagen gleich mehrere Provinzhauptstädte eingenommen.

Zum Bericht „Düstere Zahlen aus Afghanistan“ und zu „Röttgen: CDU-Politiker für Unterstützung auch durch Bundeswehr“ (Politikteil):

20 Jahre waren deutsche und andere Soldaten in Afghanistan. In dieser Zeit sind tausende afghanische Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren vor dem Krieg nach Europa, vorzugsweise nach Deutschland, geflohen. Man hat immer wieder in den Medien gehört und gelesen, sie hatten Angst, zum Militär eingezogen zu werden. Jetzt fehlen diese Männer, um ihr Land vor den Taliban zu schützen. Dazu kommen noch fast 1000 Helfer der Bundeswehr und ihre Familienangehörigen. Wer wird jetzt den Taliban entgegentreten?

Michael Bothe

Traunwalchen

Nach der Eroberung der Stadt Kundus durch die Taliban warnt Experte Norbert Röttgen vor einem interna tionalen Desaster in Afghanistan. Der Abzug der seit Jahrzehnten in Afghanistan tätigen Truppen ist noch nicht ganz abgeschlossen, schon meint Herr Röttgen sehr hellsichtig: „Es darf jetzt nicht zugelassen werden, dass von den Taliban einseitig Fakten geschaffen werden.“ Das muss gestoppt werden. Auch die Bundeswehr müsse gegebenenfalls wieder eingreifen. Dutzende deutscher Soldaten sind in den vergangenen Jahren möglicherweise sinnlos am Hindukusch gestorben. Von den an Körper und Seele verletzten Militärs ganz zu schweigen. Auch bei diesem Thema zeigt sich, wie kurzfristig und kurzsichtig unsere politische „Elite“ agiert. Eine langfristige Strategie ist nicht erkennbar. In Deutschland leben seit vielen Jahren rund 270 000 Afghanen. Davon ein großer Teil junge Männer. Warum werden diese jungen Männer – natürlich auch Frauen – nicht zu Toleranz und wahrer Heimatliebe erzogen? Warum wird aus willigen und fähigen Personen keine Befreiungsarmee gebildet? In der jüngsten Geschichte gibt es genug Beispiele für dieses Vorhaben. Wäre es nicht besser, dass Afghanen, die vorübergehend Schutz in Deutschland erhalten haben, selbst ihr Land von den islamistischen Barbaren befreien? Müssen dafür westliche Soldaten sterben, die man als Eindringliche sieht? Zur Verdeutlichung der Größenordnungen: Die gesamte Bundeswehr besteht aus rund 170 000 Soldaten. Die Bevölkerung von Afghanistan hat sich seit 1950 mehr als vervierfacht – und das trotz jahrzehntelanger Kriege!

Gerhard Mania

Neumarkt-St.Veit

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