Je weniger, desto besser

Zum Interview „Nicht jeden Tag Fleisch“ (Regionalteil)

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Der Verzehr von Fleisch ist für keinen Menschen notwendig. Da das Fleisch meist erhitzt wird, ist bereits das Eiweiß denaturiert und viele Vitamine zerstört. Aus ernährungsphysiologischen, ethischen, gesundheitlichen, ästhetischen, philosophischen, ökonomischen und naturwissenschaftlichen Gründen wäre es gut, wenn die Menschen kein erhitztes Fleisch oder gar kein Fleisch von toten Tieren essen würden.

Rät man den Leuten, sie sollten nur so viele Tiere essen, wie sie selbst zu schlachten imstande wären, kommt meist die Antwort: „Wenn ich das Töten selbst vornehmen müsste, äße ich kein Fleisch. Ich nehme es aber in Kauf, dass andere für mich dieses widerliche Geschäft übernehmen.“

Die Erkenntnisse der Medizin besagen, dass die Primaten, also unsere Vorfahren, sich in erster Linie von Früchten ernährt haben. Unser Verdauungstrakt und Enzymorganismus ist in diesem Sinn heute noch „steinzeitlich“ angelegt. Wie alle Pflanzenfresser, vom Pferd bis zur Kuh, und im Gegensatz zu den fleischfressenden Tieren haben wir einen relativ langen „Pflanzenfresserdarm“. Mit dem kurzen Darm eines Hundes oder einer Katze würden wir glatt verhungern. Auch das Fleischfresser-Enzym Uricase der Raubtiere fehlt dem Menschen.

Herr Finsterwalder hat recht, wenn er sagt: „Lieber halb so viel, dafür dreimal so gut.“ Je weniger Fleisch, desto besser.

Gudrun Baumann-Sturm

Raubling

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