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Weitgehend sinnlose Zahlen aus dem Bundesinstitut

Zum Bericht „Deutsche Bevölkerung vervierfacht“ (Politikteil):

Es wird berichtet, dass laut „Bundesinstitut für Bevölkerung (BiB)“ sich die deutsche Bevölkerung in den vergangenen 200 Jahren vervierfacht hat. Ob es die deutsche Bevölkerung oder die Bevölkerung in Deutschland ist, ergibt sich aus der Veröffentlichung nicht. Aufschlussreicher wäre zudem, dass sich die Bevölkerung in Deutschland vom Beginn des 19. Jahrhunderts bereits in den folgenden 150 Jahren etwa vervierfacht hat und sie in den letzten 50 Jahren weitgehend stagniert beziehungsweise die deutsche Bevölkerung sogar schrumpft.

Jegliche Zahlen sagen aber immer nur etwas aus, wenn man mit Vergleichbarem vergleicht, zum Beispiel, dass in vielen afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern sich die Bevölkerung bereits in den vergangenen rund 50 Jahren vervier- bis versechsfacht hat. Und wenn schon willkürlich gewählte 200 Jahre: In generell zuverlässiger Quelle wird die Einwohnerzahl der Philippinen zu Beginn des 19. Jahrhunderts (im Jahre 1800) mit 1,5 Millionen angegeben. Nach etwas mehr als 200 Jahren (bis 2020) hat sich die philippinische Bevölkerung mit rund 110 Millionen rund versiebzigfacht.

Da verblassen die deutschen Zahlen, auch wenn die philippinischen kein Vorbild sein sollten. Ich nehme an, dass die etwa 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BiB auch demografisch Wichtigeres erforschen, als die detaillierte Aufschlüsselung der Bevölkerungsentwicklung der letzten 200 Jahre in den verschiedenen Bundesländern Deutschlands.

Wichtiger erscheinen mir Forschungen über die vergangenen Jahre oder Jahrzehnte. Dass darüber im BiB geforscht wird, sollte man annehmen – in den Printmedien ist mir das anscheinend entgangen.

Hans Kürner

Rosenheim

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