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Was uns Namen alles über die Vergangenheit verraten können

Zum Bericht „Warum wir so heißen wie wir heißen“ (Bayernteil):

Da musste man nicht lange überlegen, wer gemeint ist. Der Alfred war nicht irgendeiner im Dorf. Seine Familie kannten alle. Sein Urahn war Rechner in der Gemeinde gewesen. Verkürzt nannte man ihn „von seiner Großmutter Sohn der Bub“. Auf gut Schwäbisch war er so benannt: Vo dr Ahne (Großmutter) ihrem Sohn Anton dr Bua. Dessen Name brauchte es nicht mehr, jeder im Ort wusste Bescheid.

Alfred Beck

Bruckmühl

Als Hobby-Ahnenforscherin habe ich mit großem Interesse das Interview mit Oliver Ultsch über Familiennamen gelesen. Der Name Gossner kommt auch in meinem Stammbaum vor, wurde allerdings im 17. Jahrhundert noch als Goßner geschrieben.

Mein Urahn Veit Goßner kam aus Oberdorf im Gerichtsbezirk Schwaz in Tirol und wanderte am Ende des Dreißigjährigen Krieges nach Waldstetten bei Günzburg aus. Die Gegend war durch Krieg, Pest und Hunger entvölkert, sodass junge Leute aus Tirol dort angesiedelt wurden. So kommt es, dass sich etliche Tiroler Namen um Günzburg finden. Zum Nachnamen Beck gibt es außer dem Bäcker auch noch eine andere Erklärung. In Bayern wird der Bach auch als Beck ausgesprochen. So heißt der Ort Iggensbach, wo meine niederbayerische Verwandtschaft wohnt, Iggn schbeck. Der Beckenbauer könnte somit einfach der Bauer am Bach gewesen sein.

Die Ortschaft Bayerham hat ihren Namen mitnichten von einem bayerischen Schmied. Vielmehr geht die Endung „-ham“ auf das Wort Heim zurück und findet sich als Namensbestandteil vieler Siedlungen der hochmittelalterlichen Ausbauperiode. Den Ortsnamen Hammer finden wir bei Siegsdorf, wo sich tatsächlich eine Hammerschmiede befand.

Meine Lieblingsnamen sind die sogenannten sprechenden Namen. So hieß einer meiner Vorfahren Schwingenschlögl. Er war Zimmermann und schwang den Schlögel.

Dagmar Bernhard

Rosenheim