Warum kein Pflichtjahr Handwerk oder Hauswirtschaft?

Zum Bericht „Wenn die Küche ins Klassenzimmer kommt“ (Lokales):

„Wenn die Küche ins Klassenzimmer kommt“: Da sind mir gleich meine wöchentlichen Pflicht-Unterrichtsstunden in der Volksschule in Hauswirtschaft eingefallen – also Kochen und Handarbeit. Und deshalb möchte ich alle jungen Burschen und Mädchen ermuntern, fleißig mitzumachen. Gerade die Burschen, denn Speisen auf den Tisch zu zaubern, ist heutzutage nicht nur mehr Frauensache. Ich habe als Frau schon Fliesen gelegt und tapeziert, also vieles ist möglich. Denk doch mal daran, liebe Jugend, wie viel Geld Ihr euch dabei sparen könnt und wie gesund die leckeren Sachen sind. Vor allem aber bekommt Ihr wieder ein ganz anderes Verhältnis zu den Lebensmitteln. Und ich denke, es würde dann auch nicht mehr so viel weggeworfen. Leider sah ich auch diese Woche wieder halbe Packungen Äpfel, Toastbrot und vieles mehr im Abfall in der Nähe eines Supermarkts. Dabei kann man Reste so toll abwandeln und immer wieder neue Gerichte auf den Tisch bringen. Ich koche heute noch aus meinem Schul-Kochheft von 1963/64 ganz viele schmackhafte, auch einfache Sachen.

Es wäre auch gar nicht so schlecht, so ein Pflichtjahr einzuführen, in dem viele handwerkliche Tätigkeiten zu erlernen sind, anstatt in die USA oder sonst wohin zu trampen. Denkt um, auch die Umwelt dankt es Euch – und auch Eure Gesundheit. Ebenfalls ein Dank auch an die AOK für dieses Projekt.

Renate Scheingraber

Ampfing

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