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„Wald“ nur im Namen

Noch stehen die Bäume an der Adlergebirgsstraße in Waldkraiburg.
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Noch stehen die Bäume an der Adlergebirgsstraße in Waldkraiburg.

Zum Bericht „Stadt stimmt für Erschließungsweg“ (Lokalteil):

Neben den bekannten Horrormeldungen über Krieg, Klimakatastrophe, Pandemie und Co. lauern mittlerweile auch im Lokalteil der OVB-Heimatzeitungen viele Hiobsbotschaften. In mir ist großer Schmerz über die fortwährende Naturzerstörung auch und vor allem in meiner Heimatstadt Waldkraiburg. In Deutschland sind Temperaturen über 35 Grad zur Normalität geworden, Dürren und Wassermangel bedrohen unsere Lebensgrundlagen, und vielerorts toben Waldbrände. Da mutet es geradezu grotesk an, wie auch hiesige Verantwortliche in Politik und Wirtschaft stets gleich agieren: mit Asphalt und Beton. So entstanden kürzlich im Industriegebiet weitere Parkplätze der Firma Netzsch durch „Umwidmung einer Grünfläche“. Wie nett sich Boden-Versiegelung umschreiben lässt.

2021 wurden um das Kaufland zig gesunde Bäume gefällt und ein intakter Parkplatz ohne wirkliche Not neu gepflastert. Und jetzt im August werden neue Bäume gepflanzt, die sich im größten Hitzestress bewähren sollen. Nachhaltigkeit: Fehlanzeige.

Dem neuesten Coup des Stadtrats fallen nun wertvolle alte Bäume auf über 1100 Quadratmetern zum Opfer. Für einen Parkplatz samt Zufahrt, in unmittelbarer Nähe zum bereits bestehenden Netto-Parkplatz. Wo würden die Kinder der betroffenen Krippe im Sommer wohl lieber spielen? In einem kühlen, schattigen Wald oder auf einem heißen, staubigen Parkplatz?

Immer mehr mutige Kommunen rufen den Klima-Notstand aus und haben begonnen, ihre Städte klimatauglich zu machen. Eine wichtige Rolle dabei spielen – Sie ahnen es schon – Bäume.

Es ist beschämend, wie eine Stadt, die den Wald im Namen trägt, ihrer Natur so wenig Wertschätzung entgegenbringt und keine Bereitschaft zeigt, alte Handlungsstrategien zu überdenken oder gar zu ändern.

Roland Schrödl

Waldkraiburg

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