Wahlbeteiligung sollte höher sein

Zum Bericht über die Kommunalwahl „Klare Sache für Pötzsch“ (Lokalteil):

Minusrekord bei der Wahlbeteiligung in Waldkraiburg. Die Waldkraiburger sind in der Lage, die bisher herausragend schlechten Zahlen hinsichtlich der Wahlbeteiligung, sei es bei den Kommunalwahlen 2014 oder den Bundestags-, Landtags- und Europawahlen, bei den Kommunalwahlen 2020 noch zu toppen. 42,67 Prozent Wahlbeteiligung – es hat also nicht einmal jeder Zweite sein Wahlrecht in Anspruch genommen – ist ein trauriger Minusrekord.

2008 hatte Waldkraiburg Aufmerksamkeit in den Medien erregt. Damals hatte die Stadt die schlechteste Wahlbeteiligung in Oberbayern anlässlich der damaligen Landtagswahlen zu verzeichnen. Woran liegt es? Die Antwort kann nur in der besonderen Bevölkerungsstruktur und der mangelnden Integra tion weiter Bevölkerungsteile in das kommunale Geschehen zu suchen sein. Offensichtlich sind viele Bürger nicht in der Stadt verwurzelt und nicht bereit, sich mit den Herausforderungen und Aufgabenstellungen der Kommune zu identifizieren. Einer der Hauptgründe ist wohl in der Geringschätzung und Unwissenheit über gestalterische Möglichkeiten, die die Kommunalpolitik bietet, zu sehen.

Wahlsieger und Wahlverlierer sind gut beraten, die Gründe für die Wahlbeteiligung zu analysieren. Als „ein Fest der Demokratie“ bewertete der Moderator die Podiumsdiskussion mit den Bürgermeisterkandidaten, da sich dort über 600 Interessierte eingefunden hatten. Festzuhalten bleibt allerdings, dass das nur die Spitze der kommunalpolitisch interessierten Bürger darstellte. Ein Bravo gilt den Bürgern in den Gemeindeteilen Pürten und St. Erasmus mit nahezu 80 Prozent Wahlbeteiligung.

Gert Hilger

Waldkraiburg

Kommentare