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Wäre Söder der bessere Kandidat?

Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, wird nicht Kanzlerkandidat für die Union. Das sehen viele Leser kritisch.
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Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, wird nicht Kanzlerkandidat für die Union. Das sehen viele Leser kritisch.

Zur Berichterstattung über die Kanzlerkandidatenkür in der Union (Politikteil):

Der Bundesvorstand der CDU hat deren Kandidaten Laschet trotz massiver Ablehnung in weiten Teilen der Bevölkerung und unter Missachtung der enormen Zustimmungswerte für seinen Kontrahenten Söder in den Sattel mehr geschoben als gehoben. Ein schwarzer Tag für die Union! Ein Glückstag für die Grünen, denen nun der Einzug ins Kanzleramt im Herbst so gut wie sicher ist. Auch die AfD darf auf weiteren Zulauf enttäuschter CDU-Wähler hoffen.

Nach der vorangegangenen Wahl Laschets zum CDU-Vorsitzenden konnte man zumindest erwarten, dass nun an einer Kanzlerkandidatur Söders kein Weg mehr vorbeiführen dürfe. Die Landtagswahlen im Westen und Südwesten haben vor kurzem erneut gezeigt, welche Bedeutung einer Personenwahl zukommt. Mit einem Kanzlerkandidaten Söder hätte die Union wohl an der 40-Prozent-Marke gerüttelt, mit Laschet wird sie wohl kaum über die 20-Prozent-Marke kommen. Mit großer Sicherheit erwartet uns jetzt ein grün-rot-rot regiertes Deutschland. Ob das allen gefallen wird, mag bezweifelt werden.

Die CDU jedenfalls ist gut beraten, sich auf eine Halbierung der Zahl ihrer Abgeordnetensitze im Bundestag einzurichten. Vielleicht tut es den so geringschätzig die Stimmung im Volk mit den Füßen tretenden CDU-Granden auch einmal ganz gut, in Zukunft das Regierungsgeschehen von der Oppositionsbank aus zu beobachten. Möglicherweise schlägt dann auch in vier Jahren die große Stunde der AfD. Ihr fehlt nur noch eine charismatische Persönlichkeit. Deutschland befindet sich in einer Situation wie vor 90 Jahren. Da muss man sich leider mit Konrad Adenauer fragen: „Mein Gott, was soll aus Deutschland werden?“ Ob es nicht ein bisschen zuviel verlangt ist, von Markus Söder und der CSU nun auch noch gute Miene zum bösen Spiel zu erwarten?

Prof. Dr. Hilmar Mund

Brannenburg

Armin Laschet sollte sofort die Fraktionsgemeinschaft CDU/CSU aufkündigen und in Bayern eine CDU-Filiale gründen. Seit 1949 lässt sich die große CDU als Bundespartei von der kleinen Regionalpartei CSU bevormunden, lächerlich machen und immer unter Druck setzen. Nur um bei den Bundestagswahlen die Wählerstimmen (unkorrekt) zu addieren und um stets in Bonn/Berlin die CDU-Führung vorzuführen: Ein Skandal!

Die 15 anderen Bundesländer scheinen nicht zu kapieren, welche Sanktionen ihnen zur Verfügung stünden. „Mir san mir“: Das heißt, mit allen bisherigen drei CSU-Kanzlerkandidaten sind wir krachend gescheitert! Es ist anzunehmen, dass der Rückzug von Markus Söder jetzt auch nur taktischer Natur war – denn in Berlin müsste er Leistung bringen und sich international behaupten.

Den bayerischen Ministerpräsidentenposten dagegen erledigt er in München aus der Hängematte heraus. Aber, wie wir ihn kennen, er findet noch genügend Gelegenheiten, sich als Luftnummer zu zeigen, der man kein einziges Wort glauben kann!

Matthias Fuchs

Waldkraiburg

Man muss Markus Söder nicht mögen. Die eindeutige Sprache der Umfragewerte darf man jedoch keinesfalls übersehen. Aber gerade das ist es, was unsere sogenannten Volksvertreter tagein, tagaus machen. Die Meinung oder Stimmung an der Basis tangiert diese Leute kaum. In ihren „Gremien“ entscheiden sie über die Köpfe der Bürger hinweg. Diese sind lediglich Stimmvieh für die „Wahlen“ oder besser: Eliten-Eintrittskartenverteilung. Das Wort Demokratie leitet sich aus dem Altgriechischen ab: démos „Staatsvolk“ und krátos „Gewalt, Macht, Herrschaft“. Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Das „die da oben“ und „wir da unten“ verschärft sich zunehmend. Die besserwisserischen Zurechtweisungen an andere Länder sind nicht mehr als Worthülsen, Ablenkungsmanöver und scheinheilige Versuche, vom eigenen Abwenden von Volkes Stimme abzulenken.

Rudi Büchler

Buchbach

Es war schon mit der Wahl von Armin Laschet zum Parteivorsitzenden abzusehen, dass der Vorsitzende der CDU auch gleichfalls als Kanzlerkandidat aufgestellt wird.

Wenn ich mich recht erinnere, hat Herr Schäuble in einer Sitzung gesagt, dass die Welt auch nicht untergehen wird, wenn die CDU keinen Kanzler stellt. Ich bin viele Jahre Mitglied der CDU in Westfalen sowie Abgeordneter in der Stadt Dortmund gewesen und kann mir erlauben, hier zu sagen, dass ein Bewerber der CSU, sei er noch so gut für den Posten des Kanzlers geeignet, trotzdem nicht gewählt werden kann.

Beispiele gibt es genug. Auch ich bin der Meinung, dass die Union mit Herrn Laschet die Wahl im September nicht gewinnen kann. In den Parteien gilt der Grundsatz wie in einigen Sportarten: „Im Zweifel immer der eigene Mann.“

Diese Zweifel gab es genug. Wenn es denn stimmt, dass Laschet seinen bayerischen Kontrahenten für den Fall von dessen Kür zum Kanzlerkandidaten die Wahlkampfhilfe der CDU verweigert hätte, zeigt doch, wie tief die Gräben zwischen beiden Parteien sind.

Hier sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass Markus Söder ganz hervorragend in dieser Situation gehandelt hat, indem er Laschet den Vortritt ließ. Ich würde mir wünschen, dass die CSU den Mut aufbringt in den restlichen Bundesländern die CSU aufzubauen. Auch wenn die CSU immer behauptet, sie sei eine selbstständige Partei, so muss sie, wenn sie mehr erreichen will, andere Wege gehen.

Es reicht nicht, nur in Bayern zu glänzen.

Dieter Schneider

Schleching

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