Wachsender Schilderwald

Zum Bericht „Diese Regeln sollten Autofahrer kennen“ (überregionaler Teil):

Der Schilderwald auf unseren Straßen wächst und wächst, fast noch schneller als die Schlaglöcher. Fahren Sie mal bewusst auf einen Kreisverkehr zu. Zuerst kommt ein großer Vorwegweiser, dann meist ein Vorfahrt-Achten-Schild mit Zusatz 100 Meter, dann am Beginn der Verkehrsinsel ein Pfeil nach rechts und an der Einfahrt zum Kreisverkehr das Kreisverkehrsschild und noch mal das Vorfahrt-Achten-Schild. Seit neuestem werden im Mittelkreis pro Einfahrt noch drei weitere Pfeilschilder aufgestellt. Vor vielen Jahren reichte noch das Kreisverkehrschild direkt vor der Einfahrt. Es besagt ja, dass derjenige, der im Kreis ist, die Vorfahrt hat. Aber auch sonst nimmt der Schilderwald kräftig zu. Überall stehen Schilder die vor Kurven, Schlaglöchern und Bodenwellen warnen. Das ist gar nicht notwendig: Fahren Sie einmal von Kufstein nach Sachrang. Bereits nach der Grenze stehen die Schilder für schlechte Straßen; diese Schilder stehen an fast allen Grenzübergängen und reichen eigentlich für ganz Deutschland, denn wer in Deutschland fährt, kennt den Straßenzustand. Aber auch die Schilder für Geschwindigkeitsbeschränkungen nehmen rasant zu. Fahren Sie mal von Prien nach Bernau und beachten Sie die Schilder, besonders zwischen den Autobahneinfahrten. Aber leider ist es überall so, nicht nur bei diesen Beispielen. Anscheinend wurden wieder neue Richtlinien erlassen, die dann geflissentlich sofort befolgt werden. Ich hoffe daher, dass die Natur ein Wesen hervorbringt, das, ähnlich dem Borkenkäfer, der die Fichten dezimiert, die Schilder mitsamt den Herausgebern der Richtlinien auf einen Normalstand zurück bringt. Auf die Regierung können wir nicht hoffen. Diese wartet immer noch auf die „göttliche Eingebung durch den Engel Aloisius“.

Kaspar Murner

Breitbrunn

Kommentare