Vorwürfe an Kardinal Wölki nicht berechtigt?

Zum Bericht „Aufstand der Katholiken gegen Kardinal Wölki“(Bayernteil):

Der Artikel ist ein typisches Beispiel, wie Halbwahrheiten Stimmung machen. Es ist nicht wahr, dass Katholiken einen Aufstand durchführen. Das „Zentralkomitee deutscher Katholiken“ hat keine Legitimation als Vertretung deutscher Katholiken. Niemand wurde gewählt, niemand hat diesem ZdK eine Vollmacht erteilt. Der Diözesanrat ist ähnlich legitimationslos.

Die Vorwürfe bezüglich eines Rechtsgutachtens gehen ins Leere, denn Kardinal Wölki hat zunächst ein – bezüglich Rechtssicherheit – zweifelhaftes Gutachten zurückgehalten, um das fragliche Verfahren auf sichere Beine zu stellen. Das strittige Gutachten der Münchner Kanzlei WSW steht aus rechtlichen Gründen in der Kritik und es ist zu hoffen, dass dies bald geklärt ist – voraussichtlich im Frühjahr.

Die im Gutachten behandelte Problematik bezüglich Kardinal Wölki ist hinreichend bekannt. Er hat den Fall eines missbrauchenden Priesters beendet, weil dieser bereits betagt und im dementen Zustand nicht mehr vernehmungsfähig und verurteilbar war. Mittlerweile ist der Mann verstorben. Auch das Verfahren (z.B. Entschädigung des Geschädigten) ist abgeschlossen. Man kann schlimmstenfalls von Verfahrensfehlern sprechen, eine Vertuschung hat nicht stattgefunden.

Dies mit „Kirchenkrisen“ in Verbindung zu bringen, deutet auf die Absicht des ZdK sowie einiger Exponenten des Diözesanrates im Zusammenhang mit dem Inhalten des „synodalen Wegs“ hin. Dass sich verantwortungsvolle Bischöfe und Kardinäle wie Wölki in Deutschland auch für die Einbindung der Evangelisierung sowie der Rücksicht auf die Weltkirche ausgesprochen haben, ist der „liberalen“ Grundstimmung ein feindliches Problem. Auch viele Laien sehen in vielen Punkten des „Synodalen Wegs“ zweifelhafte Positionen.

Dr. Stephan Maria Hitzel

Raubling

Solange Papst, Kardinäle und Bischofe nicht zugeben können, dass der Pflichtzölibat von Menschen eingeführt und nicht lebbar ist, werden sie, wie seit 1000 Jahren, in Verstrickungen und Unwahrheiten waten.

Sie sind dem Widersacher, dem Vater der Lüge, auf den Leim gegangen! Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

Ilse Sixt

Oberpframmern

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