Vorsicht bei 5G

Zu „Telekom errichtet 12000 neue 5G-Sendestationen“:

Es hat in der Vergangenheit schon häufig Techniken oder Materialien gegeben, bei deren Einführung gesundheitliche Risiken zu wenig berücksichtigt oder bagatellisiert wurden. Zum Beispiel Asbest, FCKW oder Plastik. Sinnvoll und vernünftig wäre eine langsame Anwendung neuer Technologien, um rechtzeitig gegensteuern zu können.

Leider erleben wir beim Ausbau des Mobilfunknetzes gerade das Gegenteil: Noch kennt niemand die Langzeitfolgen von 3G und 4G. Studien über kurzzeitige Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern und Hochfrequenzstrahlung sind schon besorgniserregend. Immer mehr Ärzte und Wissenschaftler warnen vor gesundheitsschädigenden Auswirkungen. Dennoch wird der Ausbau des Mobilfunknetzes, sogar in 5G, weiter vorangetrieben. In immer mehr öffentlichen Räumen oder Plätzen werden die Menschen zwangsweise dauerbestrahlt.

Ähnlich dem Lärmschutz oder dem Nichtraucherschutz müssen Nichtnutzer, alte und kranke Menschen sowie Kinder besser vor Hochfrequenzstrahlung geschützt werden. In anderen Ländern wird mit WLAN-freien Klassenzimmern bereits besser für Kindern und Jugendliche gesorgt. Wichtig wäre auch ein Knigge im Umgang mit Mobilfunktechnik. Mit Rücksicht auf die Nachbarn sollte diese nur so kurzzeitig wie möglich genutzt werden. Gesundheit und Umweltverträglichkeit müssen Vorrang haben.

Maria Fortner

Rosenheim

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