Vogelsterben hat viele Ursachen

Katze auf dem Vogelhäuschen:Die Vogelpopulationen sind aus vielen Gründen unter Druck. Der Schnappschuss stammt von unserer Leserin Sonja Schmidt. re

Zum Artikel „Es wird still im Garten“ (Weltspiegel-Seite):

Aussterbenden Vogelarten im Garten kann durch Aufstellen von stangerlfreien (Sitzmöglichkeit für Nesträuber) Nistkästen sehr geholfen werden. Auch in der freien Natur wird es stiller. So sind die Methoden der Seeadler zum Beuteerwerb sehr vielfältig. Zur Nahrungssuche an Gewässern bevorzugen sie störungsarme Sitzwarten, von denen die majestätischen Vögel aus stundenlang auf eine Gelegenheit zum Greifen der Beutetiere warten. Der Mäusebussard und andere Greifvögel fangen Feld- und Wühlmäuse nicht nur im Flug. Energiesparender ist auch hier die Ansitzjagd. An Seen und weiten, baumlosen Ackerflächen herrscht in ganz Bayern ein erheblicher Mangel an Ansitzwarten. Dabei brauchen alle vom Aussterben bedrohten Raubvögel dringend Hilfe, indem der Mensch Stangen als Baumersatz aufstellt. Dazu werden eine zwei bis vier Meter lange Stange und eine 30 Zentimeter lange Querstange mit einem Durchmesser von drei bis fünf Zentimetern benötigt, die mit einer Schraube verbunden werden. Die Kosten sind gering, der Nutzen aber groß!

Hans-Joachim Feiner

Stephanskirchen

Vergeblich lausche ich früh beim Zeitungsreinholen auf den Gesang der Amseln in der Nähe. In diesem Winter habe ich überhaupt kein Futter in die betreffenden Vogelfutterstellen nachgefüllt. Kein Spatz, keine Meise. In den vergangenen Winterperioden musste ich fast jeden zweiten Tag nachfüllen. Und die Nistkästen waren ab dem Frühjahr auch immer besetzt! Und jetzt? Zum allgemeinen Ausbleiben der Vögel kommt noch die Zunahme der Katzen, die herumstreichen, nicht nur nachts, was natürlich wäre, sondern auch tagsüber.

Sonja Schmidt

Töging

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