Verwendung von Gottes-Begriffen ist durchaus legitim

Zum Leserbrief „Es gibt keinen Fußballgott“:. Der gelehrte Verfasser regt sich darüber auf, dass jemand als „Fußballgott“ tituliert wird.

Er sollte sich am besten gleich wieder abregen, denn niemand hat das Exklusivrecht auf die Verwendung des Begriffes „Gott“. Er ist frei verfügbar und kommt in allen möglichen Kombinationen vor, ohne dass man sich damit „am Glauben vergreifen“ würde.

Auf der metaphysischen Ebene kann man unterscheiden: Sonnengott (Apoll), Wettergott (Petrus), Liebesgott (Amor), Wassergott (Neptun) und Höllen- oder Fliegengott (Teufel). Auf der irdischen Ebene sind gebräuchlich, Göttergatte, Filmgöttin (Diva), junger Gott (…wie ein) oder „kleiner Gott der Welt“ (der Mensch in Goethes „Faust“).

Diese Liste lässt sich sicherlich noch verlängern. Die Verwendung von Gottes-Begriffen ist legitim und hat nichts mit „Selbstüberschätzung“ oder Anmaßung zu tun. Dieser macht sich vielmehr derjenige schuldig, der daran ohne Grund öffentlich Anstoß nimmt.

Ulrich Kretschmar

Prien

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