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Versuchung der Atomkraft widerstehen

Die Kühltürme eines deutschen Kernkraftwerks, das zum Jahreswechsel seinen Betrieb eingestellt hat, davor Strommasten. Atomkraft als nachhaltig darzustellen, halten viele Leser nicht für zielführend.
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Die Kühltürme eines deutschen Kernkraftwerks, das zum Jahreswechsel seinen Betrieb eingestellt hat, davor Strommasten. Atomkraft als nachhaltig darzustellen, halten viele Leser nicht für zielführend.

Zur Berichterstattung zum Thema Klimaschutz und zu „Subventionen, die aus dem Ruder laufen“ (Kommentar von Martin Prem, Politikteil):

Da haben diese Gast-Kommentatoren wohl immer noch nicht begriffen, dass man mit dem Klima nicht verhandeln kann. Was bleibt uns nach 16 Jahren Bremserei durch Leute wie Herrn Altmeier noch anderes übrig, als alles dem Klimaschutz unterzuordnen? Nur so haben wir noch eine Chance, einigermaßen ungeschoren aus dem Klimawandel herauszukommen. Unsere Existenz, unsere Lebensweise steht auf dem Spiel! Natürlich müssen die Folgen der Maßnahmen wie CO2-Bepreisung oder hohe Energiekosten sozial abgefedert werden, wie es unter anderem die Grünen mit dem Energiegeld fordern, aber das darf kein Grund zum Zaudern mehr sein. Vielleicht wars bisher einfach zu billig? Der wahre Preis bringt Technik-Entwicklung und Innovationen erst in die richtige Richtung. Und Atomkraft ist doch das völlig falsche Gleis: Viel CO2-Freisetzung bei der Urangewinnung, immer mehr Atommüll, GAU-Gefahren, sehr hohe Kosten in der Zukunft beim Abbau und beim Müll. Machen wir es doch gleich richtig und versuchen wir, den von der alten Regierung verursachten Rückstand beim Ausbau der erneuerbaren Energien aufzuholen, anstatt wie die beiden Gastkommentatoren wieder auf künftig erst noch zu entwickelnde Technologien zu warten. Wir haben genügend regenerative Technologien! Aber es eilt wirklich. Und wenn die Merkel-Regierungen das EEG sinnvoll weiterentwickelt hätten, anstatt eine Bremse nach der anderen einzubauen, dann wären die angesprochenen Fehlentwicklungen nicht aufgetreten. Vielmehr könnten wir dann leicht die Nachfrage nach Ökostrom befriedigen, anstatt dies nun drastisch vorantreiben zu müssen. Niemand käme in Versuchung, der Atomkraft hinterher zu weinen oder über die Kosten zur Kompensierung zu jammern.

Lore Weichhold

Bernau

Frau Merkel leitete ihre zweite Energiewende mit einer Lüge ein: Der Reaktor-Unfall in Fukushima zeige, dass die Atomkraft auch durch ein Hochtechnologie-Land nicht beherrschbar sei. Vielmehr war die Betreiberfirma Tesco ein schlecht geführtes Unternehmen. Der Unfall entstand durch grobe Fahrlässigkeit: Tesco ließ beim Bau die Steilklippe abtragen, um Betriebskosten zu sparen. Die Hinweise von japanischen Wissenschaftlern, dass es schon verheerende Tsunamis (30 bis 40 Meter hoch) gab und deshalb der Reaktor oberhalb der Steilklippe zu platzieren sei, wurden von Tesco nicht verfolgt. Man war sogar so blauäugig, dass man die Notstrom-Aggregate ins Untergeschoss baute. Schon der erste Tsunami überspülte sie, sodass trotz sofortigen Herunterfahrens des AKW die Kernschmelze eintrat. Nach Energie-Wende 2 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) massiv eingesetzt: Es ist jedoch bei der CO2-Reduzierung wirkungslos, weil es mit dem EU-Emissions-Handel kollidiert. Der UN-Klimaschutz-Bericht von 2016 wies ausdrücklich daraufhin. In der auf vier Seiten komprimierten deutschen Zusammenfassung durch die Bundesregierung wurden einfach die Aussagen gefälscht. Aufgrund des zentralistischen und dilettantischen Vorgehens kam man mit den regenerativen Energien nicht ausreichend voran. So sitzen wir nun in der Patsche – angewiesen auf Atomstrom und Erdgas. Für den Stopp unserer Atomkraftwerke gab es Milliarden an Steuergeldern für die Betreiber, sowie ein riesiges Milliarden-Geschenk bei Rückbau und Endlagerung. Beim Erdgas sind wir im Würgegriff von Putin. Das Wallstreet Journal sprach 2019 „von der dümmsten Energie-Wende der Welt.“

Jürgen Böhm

Kolbermoor

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