Verständnis für Argumente der Startbahn-Gegner

Nein zur 3. Startbahn: Die Münchner sprachen sich gegen das Projekt aus. Foto dpa
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Nein zur 3. Startbahn: Die Münchner sprachen sich gegen das Projekt aus. Foto dpa

Zur dritten Startbahn am Flughafen München (Berichte im politischen Teil):

Das Ergebnis des Münchner Bürgerentscheides gegen eine weitere Startbahn macht Mut. Weder die Phalanx aus CSU, SPD, FDP und Konzernbossen noch eine millionenschwere Werbekampagne konnten sich gegen den gesunden Menschenverstand durchsetzen. So sieht das dann eben aus, wenn Menschen ihr Schicksal demokratisch in die Hand nehmen! Sie stoppten ein Projekt, das mit ihrer Lebensqualität nicht vereinbar war. Da können die Verlierer noch so zetern, den Wählern unverschämterweise Kompetenz absprechen und vom Standortnachteil faseln. Im Gegenteil! Jetzt ist sogar wieder Geld für die dritte Stammstrecke der Münchner U-Bahn frei. Das wäre ohnehin die weit bessere verkehrstechnische Investition. Mit dem Argument neuer Arbeitsplätze kann man nicht jede Sauerei rechtfertigen. Vernichtung gewachsener Natur, mehr Herz- und Kreislauferkrankungen, brutale Lärmbelästigungen, nervöse Dauerzustände der Anwohner bis hin zum angeordneten Verlust der Heimat wären der Preis für diesen Größenwahn gewesen. Den Befürwortern ist ein Strich durch die Rechnung gemacht worden, weil es für sie nur den Blick auf Gewinne gibt, nicht aber auf die Folgeschäden. Dieser Bürgerentscheid ist nicht fortschrittsfeindlich. Er zeigt einen Weg, wie Politik in Zukunft durch die Menschen und für die Menschen gestaltet werden kann.

Günter Ott

Waldkraiburg

Seit Jahren wird um die dritte Startbahn des Flughafens gestritten. Unabhängig davon, ob die Startbahn notwendig ist oder nicht, sollte man als Politiker den Willen der Münchner anerkennen. Warum wurde dieser Bürgerentscheid eigentlich durchgeführt, wenn er jetzt von den Herren Seehofer und Söder nicht akzeptiert wird? Es ist bekannt, dass die beiden Dampfplauderer sind. Ich bezweifle, dass Herr Söder ein echter Franke ist. Franken heißt die "Freien" oder "Mutigen". Diese Eigenschaften besitzt Herr Söder nicht. In Bayern haben wir keine Demokratie, sondern eine "schwarze Diktatur". Aber auch diese wird enden. Das Land Bayern verdient eine bessere Staatsregierung. Deshalb muss bei der nächsten Landtagswahl im Jahre 2013 dieser schwarz-gelbe Filz abgewählt werden.

Karl Mooser

Pfaffing

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