Versäumnisse bei der Strukturpolitik

Zum Artikel „Zankapfel Wohnungsbau“ im Immobilienteil:

Es ist schon richtig, dass man nun bei uns einen Spagat zwischen bezahlbarem Wohnraum und Flächenschutz machen muss. Angesichts des immer noch immensen Flächenverbrauchs von über zehn Hektar pro Tag in Bayern müssen zumindest Innenverdichtung und flächensparende Bauweisen, keinesfalls Einfamilienhäuser bevorzugt werden. Aber man sollte auch nicht vergessen, wo die eigentliche Ursache dieser Misere liegt: Seit mehr als 30 Jahren haben die CSU-geführten Staatsregierungen den Großraum München bevorzugt und hier ein riesiges Wachstum zugelassen, anstatt mit einer vernünftigen Strukturpolitik dafür zu sorgen, dass sich auch beispielsweise in Oberfranken und der Oberpfalz Gewerbe ansiedelt und dann dort auch Menschen leben wollen. In diesen Gegenden stehen bereits versiegelte Gewerbegebiete und Wohnungen leer, aber hier bei uns im Großraum München versiegeln wir lustig weiter.

Josef Genghammer

Bernau

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