Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Verringerung der Abstandsflächen keine Lösung für die Wohnungsnot

Zur Berichterstattung über die Änderung der Bauordnung (Bayern-, Regional- und Lokalteil):

Die Änderung der Bauordnung wurde im Schnellverfahren auf den Weg gebracht. In einer Zeit, in der ein Meinungsaustausch schwer möglich ist, aber die Nachteile für die Wohnbevölkerung enorm sein werden. Ist dies wirklich bayerische Politik? Gewiss, Wohnraum ist knapp, vor allem in den Ballungsbereichen und im südlichen Bayernland. Nun will man einfach die Kriterien verändern und Abstandsflächen verringern.

Die Nachteile müssen diejenigen tragen, die sich bisher an die Vorgaben der Bebauungspläne gehalten, Abstände beachtet und damit Wohnqualität für sich, aber auch für die Nachbarschaft geschaffen haben. Mehr Wohnfläche auf dem gleichen Grundstück, bedeutet mehr Verdienst für Investoren, mehr Versiegelung der Fläche und weniger Grünfläche.

Ein Beispiel aus dem Landkreis-Bauantrag in der Gemeinde Schechen: 2500 Quadratmeter Grundfläche sollen mit 16 Wohneinheiten bebaut werden, hier wird nicht einmal der Platz bleiben für eine geordnete Schneeräumung. Stellplätze für Autos kann man auf dem Plan noch berücksichtigen. Aber schon ein Fahrzeug mehr, wenn das Kind einen eigenen Führerschein hat, dann steht dies auf der öffentlichen Straße und beeinträchtigt hier den Winterdienst, die Müllabfuhr und so weiter. Der Druck aus der Stadt auf das Land ist verständlich. Aber wohnen in solchen Bienenwaben?

Es muss eine andere Lösung gefunden werden, um dem Wunsch nach Wohnraum gerecht zu werden. Und! Was hat sich der Gesetzgeber gedacht, die neue Regelung nur für Städte und Gemeinden unter 250 000 Einwohner zu schaffen. Will man hier die gleich schlechte Wohnqualität schaffen wie in den Großstädten?

Thomas Schwitteck

Neubeuern

Kommentare