Verhandlungen im Öffentlichen Dienst: Mit Solidarität hat das nichts zu tun

Zur Berichterstattung über die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst (Politik):

Das Coronavirus wird in Deutschland massive Spuren hinterlassen. Zehntausende Arbeitnehmer werden in den nächsten Monaten ihren Job verlieren, Hunderttausende müssen damit rechnen in Kurzarbeit gehen zu müssen. Viele Firmen werden die nächsten Monate nicht überleben, viele Selbstständige fürchten um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Um die Wirtschaft am Laufen zu halten und um die Arbeitsplätze zu erhalten, nimmt der Staat Schulden in Höhe von mehreren Billionen Euro auf, an deren Rückzahlung noch unsere Ur-Ur-Enkel zahlen werden.

Einzig und allein die Angehörigen des Öffentlichen Dienstes brauchen sich um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze keine Gedanken zu machen. Deshalb ist es schon ein starkes Stück, dass die Gewerkschaft Verdi eine Erhöhung der Gehälter von mindestens 4,8 Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr fordert. Mit Solidarität hat das wirklich überhaupt nichts zu tun.

Auch den Gewerkschaftsbossen konnte es nicht entgangen sein, dass sowohl der Bund als auch die Länder noch mehrere Jahre mit massiven Steuerausfällen rechnen müssen. Die Zeit des „Immer mehr“ ist vorbei! Zudem ist die Inflationsrate derzeit bei minus 0,2 Prozent. Dass die Gewerkschaftler ihre Forderungen jetzt auch noch mit Streiks an Krankenhäusern, Kitas und beim Bus- und Bahnverkehr dursetzen wollen, finde ich unerträglich. Muss man den Bürgern, die unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie schon genug zu leiden haben, noch zusätzliche Probleme durch Streiks zumuten, koste es was es wolle ?

Richard Eder

Stephanskirchen

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