Verdichtung auf alle Fälle wünschenswert

Zur Berichterstattung über die Bebauung am Adalbert-Stifter-Weg in Waldkraiburg (Lokalteil):

Ja, das Wohnprojekt sollte so umfangreich gebaut werden! Waldkraiburgs Bürger entschieden sich mit ihrer Stadtratswahl für Wirtschaftswachstum (Gewerbeflächenerweiterungen) und für steigende Einwohnerzahlen. Wer dichtere Stadtbebauung in Bestandsflächen ablehnt, fördert damit Pkw-Pendeln nach Waldkraiburg, Wohnungen werden dann eben in Jettenbach oder Heldenstein gebaut. Die Folgen: mehr Verkehr, mehr Kohlendioxid-Austoß und so weiter. Dichte Bebauung und Nachverdichtung macht dann auch Stadtbusverkehr effektiver: mehr Linien und dichteren Fahrplantakt. In Waldkraiburg sind Entfernungen so gering, dass auch Fuß- und Fahrradwege Möglichkeiten sind. Gebührenpflichtige Stellplätze im öffentlichen Verkehrsraum und gründliche Überwachung bringen sogar Geld für die Stadt. Ein „Nachteil“ allerdings: Altbewohner können dann ihre Zweit- und Drittwagen (Wohnmobile!) nicht mehr auf der Straße abstellen. Parkraum gebührenfrei an der Straße zu schaffen statt eigener Garagen ist aber nicht die Aufgabe der Stadt. Das gilt sinngemäß selbstverständlich auch für Mühldorf oder Haag.

Wolfgang Schönfelder

Mühldorf

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