Verbrechen Hitlers und Mussolinis

Zum Bericht „NS-Untaten: Berlin siegt in Den Haag“ im politischen Teil:

Kurze Gedächtnisauffrischung: Hitler träumte von den Weiten Osteuropas und begann den Krieg gegen Polen 1939 – ein Verbrechen. Mussolini träumte vom Wiedererstehen eines oströmischen Reiches, er startete einen Parallelkrieg südlich der Alpen 1940: ein Verbrechen. Im Detail: ab Juni Kämpfe um Korsika, Tu- nis, Malta, Suez und die Dardanellen. August: Besetzung von Britisch-Somaliland, Sicherung der Kolonien in Italienisch- Somaliland und Äthiopien. September: Gefechte in Libyen und Ägypten gegen britische Truppen. Oktober 1940: Angriff auf Griechenland; November: Italienische Verluste gegen griechische Truppen auf dem Balkan und gegen Engländer im Mittelmeerraum. Januar 1941: Mussolini braucht Hilfe und besucht Hitler; Absprache über Beendigung der parallel geführten Kriege und Beginn der Koalitionskriegsführung. Ab Februar 41 unterstützen deutsche Truppen Italien im Mittelmeerraum. Italienische Truppen werden in deutsche Divisionen an der Ostfront eingegliedert. Kriegswende 1942/43: Alliierte Truppen landen in Italien; Mussolini wird im Juli 43 gestürzt. Am 3. September kapituliert Italien; fünf Tage später lassen sich Italiens Verantwortliche mit Versprechungen der Alliierten überreden, die Front zu wechseln. Die Meinung der italienischen Bevölkerung war geteilt, aber die deutschen Truppen, die keine Besatzungsmacht waren, sondern den ursprünglich gemeinsamen Feind aufzuhalten versuchten, wurden von Partisanen beschossen. So bedauerlich Bestrafungsaktionen gegen die italienische Bevölkerung waren, so verwerflich war auch das hinterhältige Erschießen deutscher Soldaten durch ehemalige Kriegsfreunde Glückliches Italien: Schuldbewusstsein über angezettelte Kriege existiert nicht, und das Erwähnen des Frontwechsels ist zu peinlich.

Udo Proske

Rosenheim

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