Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


OVB-Leserforum

„Das spottet jedweder Realität“ - OVB-Leser diskutieren über Hintergründe des Ukraine-Kriegs

Ein Mädchen tanzt in der Nähe eines durch russische Angriffe zerstörten Gebäudes in Borodjanka am Stadtrand von Kiew.
+
Ein Mädchen tanzt in der Nähe eines durch russische Angriffe zerstörten Gebäudes in Borodjanka am Stadtrand von Kiew.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und die Maßnahmen zur Unterstützung der Ukraine durch die EU und den Westen spalten auch weiterhin die Meinungen der OVB-Leser:

Volker Bastian (Flintsbach): Der Krieg ist für die Ukraine verloren, es konnte auch nicht anders sein. Nur warum das Morden dort, wenn es doch für die Ukraine nichts zu gewinnen gab? Sogar mit dem Gedanken an einen Atomschlag als Vergeltung wurde gespielt. Hoffen wir, dass wenigstens das jetzt vorbei ist.

Wie man den Bundesbürgern nur das Ergebnis verkaufen will, ist mir unklar. Der Westen samt Deutschland war noch nie so schwach vertreten wie heute, was die Diplomatie angeht. Hier sind leider nur noch Nichtskönner am Werk. In der Geschichte führt so eine Zeit sehr schnell zum Untergang einer Nation.

Europa schafft sich wirklich mit dieser EU ab – und mit dem Verbündeten USA schon zweimal. Passen wir bitte auf, dass es uns nicht auch noch so geht wie der Ukraine. Denn nach dem Krieg zu schreien ohne Sinn und Verstand, das haben wir jetzt ja schon geübt.

Wolfgang Kronzucker (Neubeuern): Selbstverständlich muss man den verzweifelten Verteidigungskampf der Ukraine mit Waffenlieferungen unterstützen, in der Hoffnung auf eine erfolgreiche Abwehr der russischen Invasoren. Aus Gründen der Nachhaltigkeit aber muss die terroristische Vereinigung im Kreml entmachtet, wenn nötig zerschlagen und durch verantwortungsbewusste und friedenswillige Politiker ersetzt werden, die den sofortigen und restlosen Abzug der russischen Mordbrenner aus der Ukraine anordnen. Als ersten Schritt. Ansonsten wird es unweigerlich zu dem von Putin erwünschten und mit allen Mitteln vorangetriebenen Weltkrieg kommen, für den der Diktator die historische Alleinschuld tragen wird. Es ist wirklich erstaunlich, dass es in Europa Menschen gibt, die auf die Propaganda-Lüge einer angeblichen „Osterweiterung“ hereingefallen sind und ständig die Nato und sogar die USA mit Putins verbrecherischem Angriffs- und Vernichtungskrieg in Verbindung bringen. Das ist einfach nur absurd und spottet jedweder Realität.

„Putin sollte haftbar gemacht werden“

Michael Arends (Rimsting): Man muss sich gut mit der russischen Geschichte auskennen, um Putins Motive für den Vergleich mit Peter dem Großen zu verstehen. Das heutige Russland beruht hauptsächlich auf den Kriegserfolgen von vier Machthabern: Iwan der Schreckliche, Peter der Große, Katharina die Große und Diktator Josef Stalin. Ohne die aggressiven Eroberungen würde es Russland nicht geben. Kiew wäre sehr viel bedeutender als Moskau oder St. Petersburg.

Zur russischen Politik gehörte immer die Unterdrückung des Großteils der Bevölkerung, bei der die Würde der Menschen missachtet wurde. Gegner der Mächtigen wurden gefoltert, hingerichtet, zur Zwangsarbeit missbraucht oder nach Sibirien verbannt. Das war schon so unter Peter dem Großen, der selber Folterungen, Exekutionen und Zwangsumsiedlungen angeordnet hat. Die Asowsche Flotte und St. Petersburg wurden von Tausenden von Leibeigenen gebaut, wobei sehr viele ihr Leben verloren. Nur Katharina die Große war um echte soziale Reformen bemüht und wollte endlich die Leibeigenschaft abschaffen, was sie aber nicht durchsetzen konnte.

Peter der Große ließ sogar seinen Sohn Alexei gewaltsam nach Russland zurückbringen und verurteilte ihn zur Todesstrafe. Diese konnte aber nicht vollzogen werden, weil Alexei 1718 an den Folgen der Folter verstarb. Wladimir Putin hat die Methoden dieser Despoten. Nach Wertmaßstäben der Menschenrechte und des Völkerrechts wäre Putins Vorbild Peter der Große ein Kriegsverbrecher. Auch Putin sollte so betrachtet werden und für die Kriegsfolgen in Syrien und der Ukraine haftbar gemacht werden.

Kommentare