Unterstützung für Seenotrettung falsch

Zum Bericht „Seenot-Mission startet bald“ (Politikteil):

Wie schon länger bekannt, unterstützt die EKD mit unserem Landesbischof an der Spitze das neue Seenotrettungsschiff „Sea Watch 4“. Man kann die Maßnahme als human und moralisch untermauert würdigen. Aber: Wird die EKD jetzt in Deutschland ein Lager für afrikanische Flüchtlinge und Asylanten einrichten und betreiben? Wenn nein, halte ich es für verwerflich und nicht mit der christlichen Ethik vereinbar, wenn ich mich medienwirksam um den Teilaspekt eines menschlichen Problems kümmere, das Gesamtproblem dann aber anderen Menschen (den Mittelmeer-Anrainerstaaten) zur Lösung vor die Füße kippe? Die Sogwirkung der Rettungsaktionen im Mittelmeer sind hinreichend bekannt. Die bessere Lösung wäre, Flüchtlingsprobleme im Anfangsstadium anzupacken, und nicht erst, nachdem das Kind ins Meer gefallen ist.

Wolf Kutzbach

Grassau

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