Unsozialer geht es nicht

Zum Thema „Müll am Flossinger Weiher“ (Berichte im Lokalteil):

Die Vermüllung der Natur ist leider ein jährlich wiederkehrendes Thema im Sommer – mit zunehmender Problematik. Was in den Köpfen der Menschen vorgeht, die zu Lasten anderer Erholungssuchender den Tieren und der gesamten Umwelt wissentlich und vorsätzlich Schaden zufügen, kann ich nur vermuten. Vielleicht ist es eine Mischung aus Dummheit, Frustration, Verantwortungslosigkeit. Alleine eine weggeworfene Zigarettenkippe kann bis zu 60 Liter Trinkwasser verseuchen.

Neben dem Nervengift Nikotin gelangt beispielsweise auch Arsen in den Boden und ins Wasser. Diesen verantwortungslosen Menschen ist es offensichtlich egal. Unsozialer geht es nicht. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Grundwasserspiegel – und daraus beziehen wir überwiegend unser Trinkwasser – in weiten Teilen Deutschlands sinkt. Und dann gibt es Menschen, die diese lebenswichtige Ressource in unverantwortlicher Weise gefährden. Neben permanenter Aufklärung über die Gefahren von weggeworfenem Müll für die gesamte Umwelt ist es notwendig, das Entsorgen von jeglicher Art von Müll viel stärker als bisher zu sanktionieren.

Leider gibt es aus meiner Sicht keinen anderen Weg, um das Problem der Landschaftsvermüllung in den Griff zu kriegen. Das Vermüllen der Landschaft ist kein Kavaliersdelikt. Es ist grob unsozial und eine Gefahr für Leib und Leben von Tieren und des Menschen.

Reinhard Graser

Kraiburg

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