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Ungerechte Vorverurteilung

Zum Kommentar von Claudia Möllers zum Umgang der Katholischen Kirche mit den Missbrauchsfällen (Seite 2/Bayernteil):

Claudia Möllers hat in ihrem Kommentar vom 22. Februar den Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki massiv angegriffen: Woelki müsse Verantwortung für seine Versäumnisse übernehmen. Woelki agiere nicht als sorgender Hirte, er beschädige die Institution).

Sein Vergehen: Er hat gebeten das Ergebnis des in Auftrag gegebenen zweiten Gutachtens über den Umgang mit den furchtbaren Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln abzuwarten. Und das tat er aus gutem Grund. Leider haben viele Journalisten in unserer heutigen Zeit keinerlei Geduld mehr. Zudem sahen viele auch eine gute Chance, einen konservativen und unbequemen Gegner des synodalen Weges loszuwerden. Es kam aber anders als von vielen erwartet. O-Ton des Gutachters Gercke: „Es wäre ein leichtes ihn zum Schafott zu führen, aber die Aktenlage gab es nicht her.“ Ein Freispruch Erster Klasse. Übrigens kam auch die Kanzlei des ersten Gutachtens von Westpfahl Spilker Wastl zum gleichen Ergebnis und hat den Erzbischof entlastet.

Und was macht Frau Möllers? Das mindeste ihrerseits und ein normales und faires Verhalten wäre, sich bei ihm zu entschuldigen. Leider war hiervon in ihrem Kommentar vom 19. März nichts dergleichen zu finden. Keine Zeile, nichts. Und das ist traurig. Erzbischof Woelki wurde von vielen Medien in unfassbarer Weise medial ungerecht vorverurteilt. Und dann wundert sich der Journalismus, dass die Glaubwürdigkeit in den letzten Jahren so rapide gefallen ist.

Fakt ist: Erzbischof Woelki hat mit diesem Gutachten die Messlatte zur Aufklärung sehr hochgelegt. Da werden nun sicher auch andere Bistümer und Institutionen nachziehen müssen. Und das ist gut so!

Timo Hornung

Rohrdorf

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