Ein Unfall-Drama und die Folgen

Gedenkstätte für die getöteten Mädchen: das Kreuz in Kohlgrub. nitzsche

Zur Berichterstattung über den Prozess vor dem Landgericht Traunstein zum Unfalltod von Ramona und Melanie vom Samerberg (Regionalteil):

Das Urteil ist der blanke Hohn. Wieso wird der Hauptschuldige am Unfalltod zweier unschuldiger Frauen nicht für Mord verurteilt? Meiner Meinung nach wusste er doch: Wenn er versucht, seine Autorennfahrer-Freunde zu überholen, geben sie Vollgas. Bei einer Überholgeschwindigkeit von mehr als 100 Stundenkilometern kann man nicht mehr in eine kleine Lücke einscheren, ohne sich und andere zu gefährden. Dem Betreffenden müsste doch jegliche Fahrerlaubnis auf Lebzeiten entzogen werden, sowie auch dem BMW-Fahrer. Solche Rowdys gehören weg von der Straße.

Anna-Maria Beck

Neubeuern

Es ist schon schlimm genug für die Angehörigen der Samerberger Mädchen, dass sich die Gerichtsverfahren so lange hinziehen und ein Baron von Koskull sich mit einer Revision profilieren möchte.

Aber muss man als OVB die betreffenden Berichte mit einem so großen Foto unterlegen, dass den Angehörigen das Herz zerbricht? Man sollte sich einmal in deren Lage versetzen und bei der Berichterstattung nicht auf „Bild-Zeitungs-Niveau“ hinabsteigen.

Marie Antoinette Riedel

Stephanskirchen

Die Berichterstattung zu diesem Prozess ist wichtig. Doch ist es notwendig, zum x-ten Mal ein Bild der beiden Mädchen abzulichten? Wie viel Wunden reißt man als Zeitung bei den Angehörigen, Verwandten und Freunden und denen, die den beiden nahestanden, auf, wenn diese morgens ihre Zeitung aufschlagen und wieder mit dem Bild der Mädchen konfrontiert werden?

Josef Staudt senior

Bruckmühl

Traurig, dass in der heutigen Spaßgesellschaft die eigene Ignoranz durchgesetzt wird, um ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer sein subjektives Recht durchzusetzen. Nach diesem Unfall bin ich schockiert, dass diejenigen, die mit ähnlichen Aktionen im Straßenverkehr auffallen, offenbar immer noch nicht verstanden haben, dass es sich beim Auto um ein Fortbewegungsmittel handelt, welches bei Fehlverhalten des Fahrers Leid verursacht. Wer so vorgeht, handelt nicht nur fahrlässig, sondern vorsätzlich! Ich hoffe, dass sich nach diesen Geschehnissen jeder an die eigene Nase fasst und in einer brenzligen Situation nicht rücksichtslos sein Ego durchsetzt. Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme zeigen wahre Stärke und nicht die des eigenen Autos. Was passiert ist, kann nicht rückgängig gemacht werden, sollte aber als abschreckendes Beispiel für zukünftiges Verhalten gelten. Mit meinen Gedanken bin ich bei den Opfern und deren Familien.

Daniel Bail

Stephanskirchen

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