Unbeschwerte Kindheit

Zum Artikel „Kinder in reichen Ländern gefährdet“ (Politikteil):

Wie weit muss es eigentlich noch kommen, bis Menschen aufwachen? Diese fortschreitende Technisierung und der damit einhergehende Konsum macht Menschen und vor allem Kinder nicht glücklicher. Meine Kindheit verlief noch im Einklang mit der Natur. Wir hatten kein Handy, keinen Computer, nicht mal einen Fernseher oder ein Auto, aber dafür eine große Wiese vor dem Haus und rundherum kleine Wäldchen, die wir, als wir ein bisschen älter waren, erkundeten. Wir konnten Versteck spielen, weil noch nicht alles so übergepflegt war, und die Freunde stammten fast alle aus unserer Straße. Wir waren nicht im Kindergarten. Unsere Ansprechpartnerin war unsere Mutter, und am Abend freuten wir uns auf unseren Vater. So fühlten wir uns geborgen und glücklich. Wenn wir mal ein Eis oder einen Kaugummi bekamen, war die Freude groß.

Die Zubetonierung unserer Natur nimmt schon beängstigende Ausmaße an. Sogar die schönen Feldwege werden mehr und mehr asphaltiert. Ich mag vielleicht altmodisch wirken. Aber vielleicht wäre ein kleiner Rückschritt schon ein großer Fortschritt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Regina Bacher

Bad Feilnbach

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