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Diego Maradona ist tot - Verband bestätigt: Fußball-Ikone mit 60 Jahren verstorben

Weltmeister von 1986 verstorben

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Diego Armando Maradona ist tot. Der Argentinier ist im Alter von 60 Jahren verstorben. Das …
Diego Maradona ist tot - Verband bestätigt: Fußball-Ikone mit 60 Jahren verstorben

Umstrittener Kurs in der Euro-Krise

Wird für ihre Politik in der Euro-Krise teils heftig kritisiert: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto dpa
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Wird für ihre Politik in der Euro-Krise teils heftig kritisiert: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto dpa

Zu Berichten und Kommentaren über die Euro-Krise im überregionalen Teil und zu Leserbriefen:

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben ein vierköpfiges Gremium beauftragt, Pläne für die Umwandlung der EU in eine politische Union zu erarbeiten. Unter den vier Gruppenmitgliedern befindet sich nicht der EU-Parlamentspräsident, geschweige denn irgendein anderer Parlamentsvertreter, sondern nur Präsidenten von bürgerentfremdeten Gremien. Das lässt die Befürchtung aufkommen, dass in dem geplanten europäischen Superstaat mit seinem Kompetenzwirrwar und dem traditionellen Gerangel um nationale Interessen die Demokratie einen gefährlich niedrigen Stellenwert haben wird. Bei der Euro-Einführung wurde schon einmal das Pferd beim Schwanz aufgezäumt. Statt aber jetzt über Alternativen zum Prestigeprojekt Euro nachzudenken, soll Hals über Kopf ein Superstaat aus dem Boden gestampft werden, dessen zentrale Macht sich in Zukunft ein Häuflein bürgerferner "kafkaesker Schlösser" teilen wird, darunter europäische Kommission, europäischer Rat, Ministerräte, Euro-Gruppe, "Wirtschaftsregierung" und andere mehr.

Ferdinand Hinke

Bernau

Bereits seit Jahresbeginn bringen vermögende Griechen ihr Geld in Sicherheit und legen es in Luxusapartments in London, Paris oder Berlin an. In letzter Zeit lösen jetzt auch Kleinsparer ihre Guthaben bei griechischen Banken auf. Dadurch verliert das griechische Bankensystem Milliarden und steuert auf den Zusammenbruch zu. Noch glauben die meisten Europäer, irgendwie würden die Regierungen schon genügend Geld auftreiben, um den Staatsbankrott der Krisenländer zu verhindern. Derzeit bereiten die Finanzstaatsekretäre von 17 EU-Ländern Notfallpläne für den Austritt Griechenlands vor. Das Land würde zur Drachme zurückkehren und seine Währung gegenüber dem Euro stark abwerten, um einer Rezession zu entkommen. Als Alternative müsste die Europäische Zentralbank neues Geld drucken. Das allerdings würde zu massiven Preissteigerungen und zu einer Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen führen. Ein Zusammenbruch der Euro-Zone hätte aber starke Einbrüche in der realen Wirtschaft und damit steigende Arbeitslosenzahlen zur Folge. Was das bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Walter Mayer

Rosenheim

Legt endlich den beschränkten Schirm-Chaoten das Handwerk, von dem sie nichts verstehen, bevor sie mit ESM, Fiskalpakt und Euro-Bonds den Euro, Europa und Deutschland durch die Steigerung der Schulden ins Unermessliche vernichten! Die sogenannten Schirme stellen keine Rettung dar. Es wird zur dritten Währungsreform in 100 Jahren kommen, ähnlich wie 1923 und 1948. Wenn dann auch bei uns 15 Millionen Menschen arbeitslos sind, lässt sich für die folgenden politischen Umwälzungen nichts Gutes erahnen. Europa kann wegen der gravierend verschiedenen Sozial- und Wirtschaftsverhältnisse in den einzelnen Ländern nie ein Bundesstaat werden. Europa kann nur als Staatenbund überleben. Zur Zeit wird versucht, mit dem geistigen Horizont von Lieschen Müller, Weltfinanzpolitik zu betreiben. Das muss und wird katastrophal scheitern. Es ist ein Albtraum, dass ausgerechnet in der größten Krise Europas dort und vor allem auch in Deutschland so unfähige Politiker das Sagen haben. Dies gilt für alle zur Zeit noch im Bundestag vertretenen Parteien. Mit dem Finanz-Ruin geht dann auch die EU zugrunde und es wird für Generationen zu keinem Neuanfang mehr kommen.

Herbert Gaiser

Samerberg

Als die Konquistadoren die Neue Welt eroberten, bekamen die Eingeborenen auf Spanisch ein Schriftstück vorgelesen, indem ihnen ihre künftige Leibeigenschaft erklärt wurde. In ähnlicher Lage müssen die europäischen Regierungschefs gewesen sein, als sie den Fiskalpakt unterschrieben haben. Da erzählten ihnen honorige Experten etwas über den geschätzten Potentialoutput, von dem man auf eine Outputlücke schließen kann. Da ist die Rede von einer konjunkturverursachten Defizitkomponente oder einem strukturellen Saldo. Wahrscheinlich war hier der Punkt erreicht, wo man weise genickt, kurz gegähnt und dann schnell unterschrieben hat. Damit übergab man die Budgethoheit an eine EU-Kommission, die hauptsächlich aus weltfremden Technokraten besteht. Eine Politik, die auf demokratischen Entscheidungen des europäischen Volkes fußt, wurde endgültig zu Grabe getragen. Es wurde dafür gesorgt, dass jede weitere Finanz- oder Bankenkrise dazu verwendet werden kann, Rentenzahlungen, Absicherungen im Krankheitsfall und Sozialhilfen einzudampfen sowie lebensnotwendige Grundversorgungen Spekulanten zum Ausschlachten hingeworfen werden. Es ist schwer vorstellbar, dass die Staatschefs genau wussten, was sie da taten. Wenn aber doch, dann stellt sich die Frage, welchen Herren sie dienen.

Günter Ott

Waldkraiburg

Franz Bergmüller verdient in einem Teil seines Leserbriefs besondere Zustimmung: Bundeskanzlerin Merkel liegt völlig falsch, wenn sie sagt, Europa ohne den Euro gebe es nicht. Frau Merkel lässt völlig außer Acht, dass die EU und die Eurozone aus Völkern ganz unterschiedlicher Mentalität, kultureller Wurzeln sowie wirtschaftlicher und sozialer Leistungsfähigkeit bestehen. Woher will sie das auch wissen? Ihr ist das sozialistische, dem Westen gegenüber aggressive System von Kind an beigebracht worden, in dem sie es - siehe stellvertretende Regierungssprecherin - weit gebracht hat. Werte, wie sie in den betreffenden unterschiedlichen Ländern gelebt und gepflegt wurden, hat sie nie von der positiven Seite her erfahren. Sie pflegt einen Pragmatismus ohne Hintergrund, und deshalb verheddert sie sich, zusammen mit ihren Nolens-volens-Anhängern, immer mehr in einem fatalen Netzwerk. Wie fast Tag für Tag deutlicher wird, ist sie nicht mehr die Spinne darin, sondern die Fliege, auf die die von außen kommenden Spinnen eindringen - und Europa mehr auseinander als nahe bringen.

Alfred Beck

Bruckmühl

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